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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Sun, 12 Apr 2026 01:36:11 +0200</pubDate><lastBuildDate>Sun, 12 Apr 2026 01:36:11 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-71623</guid><pubDate>Thu, 02 Apr 2026 15:09:54 +0200</pubDate><title>Warme Bänke für kalte Tage</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/warme-baenke-fuer-kalte-tage/</link><description>Neue Sitzheizung bringt Komfort in Karlstädter Kirche und entlastet die Finanzen – Anschaffung vom Klimafonds des Bistums gefördert</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Karlstadt </strong>(POW) Die Zeiten, in denen Decken das Einzige waren, das in der Kirche Wärme spendet, sind in der Pfarrkirche „Zur Heiligen Familie“ in Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) vorbei. Eine neue Sitzheizung spendet den Gottesdienstbesuchern jetzt behagliche Wärme – und schont zudem den Geldbeutel der Kirchenstiftung. Möglich wurde das nicht zuletzt durch einen 20-Prozent-Zuschuss des Klimafonds der Diözese. Dieser Zuschusstopf für Kirchenstiftungen wurde im vergangenen Jahr eingerichtet. Mit der Schlussabrechnung der Karlstadter Sitzkissenheizung ist nur die erste daraus geförderte Maßnahme komplett abgeschlossen. Für rund 47.500 Euro Gesamtkosten wurden damit jetzt etwa zwei Drittel der Sitzplätze ausgestattet, rund 30 Prozent der Kosten muss die Kirchenstiftung allein tragen. 10.000 Euro sind bislang schon an Spenden eingegangen, sagt Kirchenpflegerin Maritta Sommer-Fröhlich.</p><p>Das Problem, das das Gebäude in der kalten Jahreszeit hatte, ist typisch für viele Gotteshäuser: Die 1967&nbsp;eingeweihte Kirche hat etwa 500 Sitzplätze und jede Menge Volumen. „Es war im Winter so, dass die Heizung mindestens drei Stunden lang laufen musste, um die Raumtemperatur um ein Grad zu erhöhen. Was da an Heizöl verbraucht wurde, kann man sich leicht vorstellen“, erzählt Dekan Simon Mayer. Die Warmluft-Ölheizung hatte zudem eine besondere Konstruktion: Die Warmluft wurde im Haupt- und den beiden Querschiffen jeweils an den höchsten Stellen ausgeblasen und durch Schächte unterhalb der Treppe zur Altarinsel wieder abgesaugt. „Die Ölheizung war derart unwirtschaftlich und uneffektiv, dass ich schon vor Jahren die Devise ‚Decken statt Heizung‘ ausgegeben habe“, sagt Mayer.</p><p>In enger Absprache mit der Abteilung Liegenschaften, der Abteilung Bau und dem Umweltbeauftragten sei dann die moderne Sitzheizung geplant worden. Bei einem Ortstermin überzeugten sich Ende März die Verantwortlichen vor Ort von der Funktion der neuen Heizung. Die Anlage hat mehrere Vorteile: Zum einen hat sie nur 30 Minuten Vorlaufzeit. Ein Temperaturfühler ermittelt die Raumtemperatur und passt dann die Leistung an. Außerdem schaltet sich die Anlage nach maximal drei Stunden Betrieb automatisch aus. „Keiner muss dann Angst haben, dass die Kirche überhitzt und der Stromzähler rotiert, nur weil vielleicht mal jemand das Ausschalten vergisst“, betont Mayer.</p><p>Die Installation sei relativ schnell und unkompliziert vonstattengegangen. Der Hausmeister und ein Assistent hätten die notwendigen Vorarbeiten wie Bohrungen in den Luftschächten für die elektrischen Leitungen erledigt, eine örtliche Elektrofirma dann an den Kirchenbänken die Transformatoren installiert und die beheizbaren Sitzkissen angeschlossen. „Die alten Sitzauflagen waren so gut mit den Bänken verklebt, dass wir sie am Platz belassen mussten“, erzählt der Dekan.</p><p>Mit dem Abschied vom Raumheizungssystem hin zu einer Personenheizung muss auf Feuchtigkeit und Lüftung etwas mehr Augenmerk gelegt werden. Um hier keine Folgeprobleme zu schaffen, wird parallel ein Raumklimamonitoring durch die Diözese angeboten. Sensoren nehmen Daten in der Kirche, eine Software wertet diese aus und gibt Lüftungsempfehlungen oder sendet gegebenenfalls Warnhinweise, damit rechtzeitig reagiert werden kann und Gebäude, Orgel oder weitere Ausstattung keinen Schaden nehmen.</p><p>Strom für etwa zwei Euro benötige die Heizung pro Gottesdienst. Einen Nachteil hat die neue Sitzheizung aber definitiv: „Beim jüngsten Kirchenkonzert gab es Beschwerden“, berichtet Mayer. Weil bei derartigen Veranstaltungen – anders als bei Gottesdiensten, bei denen auch mal zwischendurch gestanden oder gekniet wird – die Menschen lange Zeit auf dem Hintern saßen, sei es einigen zu warm geworden.</p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><i>mh (POW)</i></span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(1526/0341; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen:</u></i></b><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Main-Spessart</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70431</guid><pubDate>Thu, 05 Feb 2026 15:26:14 +0100</pubDate><title>Dritte Umweltmanagement-Re Zertifizierung</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/dritte-umweltmanagement-re-zertifizierung/</link><description>Aschaffenburger Martinushaus arbeitet seit zwölf Jahren nach EMAS-Standards</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aschaffenburg </strong>(POW) Dr. Georg Sulzer vom Umweltgutachterbüro HUB in Frankfurt hat nach eingehender Prüfung vor Ort sowie der Umwelterklärung die Validierung des Aschaffenburger Martinushauses nach der EU-Verordnung EMAS (Eco Management and Audit Scheme) bestätigt. Das Martinushaus durchleuchtet sich selbst und seine Abläufe regelmäßig auf weiteres Verbesserungspotenzial, um die Umweltauswirkungen von Bildungs- und Tagungsbetrieb sowie dem Bürobereich zu verbessern. Nach der Prüfung durch den Gutachter wurde die Re-Zertifizierung durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) ausgesprochen. Christof Gawronski, Umweltbeauftragter der Diözese Würzburg, gratulierte dem Martinushaus zu dem erneuten Erfolg und der Ausdauer.</p><p>Betrachtet wurde der Zeitraum bis einschließlich 2024. Meilensteine der vergangenen vier Jahre waren beispielsweise die Installation von fünf Lademöglichkeiten für E-Autos in der Tiefgarage und der sukzessive Umstieg des Kreis-Caritasverbandes auf E-Mobilität, die Inbetriebnahme einer Regenwasserzisterne zur Bewässerung der Außenanlagen, Umstellung auf elektronischen Rechnungsversand oder der Wechsel zu einer Druckerei mit höheren Umweltstandards für die Programmhefte.</p><p>Ein positiver Trend zeigt sich laut Sulzer vor allem bei der Wärmeenergie. Ursachen seien sowohl kleinere technische Optimierungen wie auch die Aufmerksamkeit der Beschäftigten im Haus. Beim Stromverbrauch sei zwar ein leichter Anstieg zu bemerken gewesen ‒ angesichts der E-Fahrzeuge als zusätzliche Verbraucher sei jedoch von einem gesunkenen Verbrauch im restlichen Gebäude auszugehen.</p><p>Sulzer konnte keine Abweichungen von den rechtlichen Anforderungen und der EMAS-Norm feststellen. Angesichts des Engagements von Hausleiterin Elsesser, der Umweltmanagementbeauftragten Sindi Juskevic und Werner Elsesser sowie des Umweltteams bewegten sich die Hinweise des Umweltgutachters vor allem im Bereich formaler Verbesserungsmöglichkeiten.</p><p>Für die kommenden vier Jahre ist laut Anje Elsesser der Abschluss der Beleuchtungsumstellung auf LED geplant, zudem lägen Schwerpunkte in der Kommunikation, der Abfallreduktion und dem ökologischeren Einkauf.</p><p>Die komplette Umwelterklärung ist auf der Internetseite des <a href="https://www.martinushaus.de/das-martinushaus/umweltmanagement" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Martinushauses</a>&nbsp;zu finden.</p><p>(0726/0166; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Aschaffenburg</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70417</guid><pubDate>Thu, 05 Feb 2026 11:23:00 +0100</pubDate><title>„Am Regal endet die Moral“</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/am-regal-endet-die-moral/</link><description>Gesprächsabend „Gemeinsam die Zukunft unserer Ernährung gestalten“ – „Die Unsicherheit bei Landwirten ist groß“ – Veränderung beginnt bei jedem Einzelnen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Werneck </strong>(POW) Warum ist es so mühsam, Leitplanken für eine zukunftsfähige Ernährung und Landwirtschaft zu setzen? Damit hat sich der Gesprächsabend „Gemeinsam die Zukunft unserer Ernährung gestalten“ am Montag, 2. Februar, für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Landwirte und Landwirtinnen im Katholischen Pfarrzentrum Werneck befasst. Es diskutierten Klaudia Schwarz, ehemalige Leiterin des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt, Isabella Hirsch, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), und Landwirt Sebastian Sauer aus Unterpleichfeld (Landkreis Würzburg). Veranstalter war die Katholische Landvolkbewegung (KLB) der Diözese Würzburg in Kooperation mit der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Würzburg und dem Lernwerk Volkersberg.</p><p>Es sei „grob fahrlässig“, wenn die Vorschläge der „Borchert-Kommission“ und der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ zerredet oder auf die lange Bank geschoben würden, sagte Moderator Dr. Wolfgang Meyer zu Brickwedde. Umwelt, Ernährung und Gesundheit zusammen zu denken ergebe Sinn, erklärte Schwarz. Sie konstatierte bei den Verbrauchern zwar ein Umdenken bei Ernährungsfragen, aber es gebe „einen spürbaren Unterschied zwischen Wollen und Tun“. Landwirt Sauer brachte es auf den Punkt: „Am Regal endet die Moral.“ Oft würden gute Vorsätze wie „regional und saisonal“ an der Ladentheke vergessen, und der Preis entscheide über den Kauf. Auch beim Kochen schalteten viele auf „Autopilot“ und setzten nach wie vor auf „Fleisch mit Beilagen“, ergänzte Schwarz. So habe der hohe Fleischkonsum in den vergangenen Jahren nur geringfügig abgenommen, während der Verzehr von Obst und Gemüse deutlich hinter den Empfehlungen herhinke.</p><p>„Die Massentierhaltung ist besser geworden“, versicherte Schwarz. Es stimme nicht, dass große Betriebe gewinnorientierter arbeiten oder weniger auf das Tierwohl achten. Auch seien junge Landwirte aufgeschlossen für Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie Winterbegrünung, Heckenschnitt, Blühstreifen und andere Gemeinwohlaufgaben. Diese müssten allerdings vergütet werden, denn das seien Leistungen, die allen zugutekommen. Überhaupt seien die Erwartungen an die Landwirte heute deutlich höher als früher, sagte Schwarz: „Sie sollen Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen produzieren und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards erfüllen.“ Dazu komme ein hoher Bürokratieaufwand. „Die Unsicherheit bei Landwirten ist heute groß.“</p><p>„Wir müssen uns als Betriebe verändern und an den Markt anpassen“, erklärte Sauer. Er geißelte die Marktmacht des Handels, der zu 85 Prozent von vier großen Konzernen dominiert werde. Sauer hatte nach dem Motto „saisonal und regional“ einige Zeit auf fränkische Himbeeren und Brombeeren gesetzt. „2022 haben wir dann die Reißleine gezogen.“ Die Verbraucher hätten lieber zu den etwas günstigeren Angeboten aus Spanien oder Marokko gegriffen. „Schuld ist daran aber nicht der Verbraucher, sondern das System im Handel. Es geht nur noch um Marktanteile.“ Nun baue er im großen Stil Pfingstrosen an, die er mit seinem Team weltweit vermarkte. Ihm sei wichtig, seinen Betrieb weiterzuentwickeln, ohne auf die großen Konzerne angewiesen zu sein. „Für mich ist das der richtige Weg.“</p><p>„Es gibt Fahrpläne für den Umbau der Landwirtschaft, und die sollten wir umsetzen“, sagte Hirsch mit Blick auf die Empfehlungen der beiden Expertenkommissionen. „Wir brauchen die Transformation der Landwirtschaft“, also einen grundlegenden Wandel hin zu einem nachhaltigen, umweltfreundlichen und krisenfesten Agrarsystem. Dieser Umbau müsse allerdings bezahlt werden. Sie verwies darauf, dass dieser Prozess nicht einfach sei. „Die früher bestehenden regionalen Strukturen sind zugunsten von großen Einheiten zerstört worden.“ Ihr ernüchterndes Resümee: „Mit Lebensmitteln ist es heute schwer, Geld zu verdienen.“</p><p>In der regen Aussprache wurden Erfahrungen mit der Entwicklung eines Betriebs ebenso geteilt wie Kritik etwa am Begriff Nachhaltigkeit oder der Politik. Andere blickten optimistisch in die Zukunft: „Wenn wir uns ändern, ändert sich auch die Politik.“ Einig waren sich alle, dass für die notwendigen Veränderungen ein langer Atem notwendig sei. Bis dahin könne jeder an seinem Ort verantwortungsbewusst handeln, sagte Schwarz: „Unser Vorbild hat Nachwirkungen.“</p><p>Vor dem Gesprächsabend feierte KLB-Landvolkseelsorger Wolfgang Scharl in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt eine Wort-Gottes-Feier zu Mariä Lichtmess mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.</p><p class="text-right"><em>ws (KLB)</em></p><p>(0726/0161; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70340</guid><pubDate>Mon, 02 Feb 2026 14:09:55 +0100</pubDate><title>Mit Sand und Ziegeln gegen das Bienensterben</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/mit-sand-und-ziegeln-gegen-das-bienensterben/</link><description>Wie ein „Sandarium“ im Garten von Familie Müller zur Artenvielfalt beiträgt</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Lohr am Main </strong>(POW) Betritt man den Garten von Diakon Manfred Müller in Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) fällt der Blick auf ein zylinderförmiges, mit roten Ziegeln verkleidetes Etwas mitten auf der Wiese. Auf der Oberseite thront ein Sandhügel, der mit Totholz und ein paar Dornenästen bedeckt ist. Was wie eine eigenartige, überdimensionale Gartendekoration aussieht, nennt sich „Sandarium“ und soll im Sommer eine Brutstätte für Wildbienen sein. Diakon Müller und seiner Frau Gertrud geht es dabei nicht um den dekorativen Charakter des leuchtend roten Sandariums, sondern um den Erhalt der Artenvielfalt von Wildbienen.</p><p>In Deutschland gibt es laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland rund 560 Arten von Wildbienen. Durch die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen tragen sie zur biologischen Vielfalt bei und sind essentiell für das Ökosystem. Viele Arten von Wildbienen sind jedoch vom Aussterben bedroht, unter anderem durch den Verlust von natürlichen Lebensräumen oder den Einsatz von schädlichen Pestiziden in der Landwirtschaft. Mittlerweile gibt es in vielen Baumärkten sogenannte Bienenhotels, die diesen Lebensraum künstlich ersetzen sollen. Diese sind jedoch nicht für alle Wildbienen geeignet. Drei Viertel der Wildbienenarten sind Bodenbrüter und fühlen sich in Sandböden, totem Holz oder Trockenmauern am wohlsten. Das Sandarium vereint all diese Eigenschaften.</p><p>Gebaut haben es Müller und seine Frau zusammen mit einem Familienfreund und zwei Nachbarsjungen. Sogar das BR-Fernsehen war für die Sendung „Querbeet“ mit dabei. Die Materialien wurden sorgfältig ausgewählt. Für ein Sandarium brauche es ungewaschenen Grubensand, erklärt Müller. Sonst würden die Tunnel, welche die Wildbienen bauen, nicht halten. Die Ziegel, die das Grundgerüst des Sandariums bilden, bieten einen zusätzlichen Lebensraum, denn in den Röhren der Ziegel können weitere Arten von Wildbienen leben. Sogar im Totholz auf der Oberfläche des Sandariums können sich Wildbienen einnisten. Die 250 Ziegel sind zudem von einer 100 Jahre alten Scheune, die abgerissen wurde. So wird das Projekt im doppelten Sinne nachhaltig. Die Dornenäste sind letztlich ein Schutz vor Katzen, damit aus dem „All-inclusive“-Bienenhotel kein Katzenklo wird.</p><p>Neben dem Sandarium haben die Müllers noch weitere Dinge im Garten, die ein Lebensraum für Tiere und Insekten sind. Da wäre eine Reptilienburg – ein Steinhaufen, der zum Beispiel für Eidechsen ein Zuhause ist. Ein Käferkeller, wo sich in einem mit Totholz gefüllten Erdloch Insekten einnisten können, und ein Totholzhaufen, in dem sich Vögel oder Igel wohlfühlen können. Selbst die Wiese ist bis auf ein paar Fußpfade nicht gemäht, was Heuschrecken und andere Insekten anzieht.</p><p>Im Frühling könnten dann die ersten Wildbienen im Garten der Müllers dazukommen. Eine erhöhte Stechgefahr sieht Müller dadurch nicht: „Wildbienen sind nicht aggressiv, und durch den sehr kleinen Stachel geht nicht wirklich eine Gefahr aus.“ Für ihn seien die Bienen und Insekten eher eine Bereicherung für den Garten. „So ein klinischer Garten mit möglichst vielen geraden Linien und möglichst wenig Wildwuchs passt nicht zu uns.“ Er wolle niemanden umerziehen, wie er oder sie den Garten zu führen habe. Vielmehr gehe es ihm darum, die Schöpfung zu bewahren und ein wenig Bewusstsein dafür zu schaffen. „Man bekommt ja mit, wie viele Tiere und Insekten gefährdet sind. Ich glaube, dass da jeder kleine Schritt etwas wert ist“, sagt Müller.</p><p class="western"><br />&nbsp;</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>pdf (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(0626/0149; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Main-Spessart</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69412</guid><pubDate>Tue, 16 Dec 2025 17:00:01 +0100</pubDate><title>Tagungshäuser der Diözese pflanzen Bäume für die Zukunft</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/tagungshaeuser-der-dioezese-pflanzen-baeume-fuer-die-zukunft/</link><description>Gelebter Klimaschutz: Exerzitienhaus Himmelspforten, Tagungszentrum Schmerlenbach und Martinushaus Aschaffenburg beteiligen sich an Baumpflanz-Challenge</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Schmerlenbach/Aschaffenburg</strong> (POW) Auf Zuruf innerhalb von 48 Stunden einen Baum pflanzen: An dieser sogenannten Baumpflanz-Challenge hat das Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten „mit Freude“ teilgenommen, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Würzburger Juliusspital hatte die Aufgabe an Himmelspforten übertragen. Nach dem Einlösen der Aufgabe gibt jeder Empfänger die Challenge an zwei weitere, nachfolgende „Baumpflanzer&quot; weiter.</p><p>Himmelspforten nominierte das Tagungszentrum Schmerlenbach sowie die Firma sam Gartenmarketing GmbH aus Würzburg. „Von dort aus breitet sich das wieder vielfältig aus und alle pflanzen einen Baum. Somit entsteht ein mehrfacher Beitrag, Gottes Schöpfung zu erhalten“, sagte Gudrun Dittmann-Nath, Geschäftsführerin des Tagungsbetriebs im Exerzitienhaus Himmelspforten.</p><p>Im Exerzitienhaus Himmelspforten wurde eine Elsbeere gepflanzt. Der Baum wurde vom regionalen Apfelsaftlieferanten, Main Streuobst Bienen e. G, gespendet. Nach der Pflanzung segnete der Geistliche Leiter des Hauses, Domvikar Paul Weismantel, den Setzling. Er betete dafür, dass daraus künftig ein großer, sommergrüner Laubbaum werden kann, der Schatten spendet.</p><p>Das Tagungszentrum Schmerlenbach habe die Challenge gerne angenommen und im Garten einen Pflaumenbaum der Sorte Ontario gepflanzt. Von dort aus wurde das Aschaffenburger Martinushaus weiter nominiert.</p><p>Das Aschaffenburger Martinushaus brachte einen Apfelbaum der Sorte Rebella zum Wurzelschlagen in die Erde. „Wir hoffen nun gemeinsam, dass die Bäume Früchte tragen, dann kann sich Mensch und Tier daran laben“, verkündeten die Tagungshäuser. Den drei kirchlichen Einrichtungen sei die Schöpfungsverantwortung wichtig. Deswegen hätten sie gern mit den Bäumen einen Beitrag für Klima- und Umweltschutz geleistet.</p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(5125/1306; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen</u></i></b><i>: Fotos abrufbar im Internet</i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Aschaffenburg</category><category>Würzburg</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69397</guid><pubDate>Tue, 16 Dec 2025 10:54:21 +0100</pubDate><title>Kirchen als Task Force der Hoffnung</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/kirchen-als-task-force-der-hoffnung/</link><description>Ökumenische Bundestagung der kirchlichen Klimaschutzmanagerinnen und  manager in Würzburg</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Zu ihrer jährlichen Tagung haben sich Anfang Dezember die Klimaschutzmanagerinnen und -manager der evangelischen Landeskirchen und der katholischen (Erz-) Bistümer zwei Tage lang im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg getroffen. „Kirchen sind die Task Force der Hoffnung“, sagte Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Nordkirche und Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Schöpfungsverantwortung, bei einem Podiumsgespräch, heißt es in einer Pressemitteilung. Organisiert wurde die Fachtagung auf Initiative der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) und der dort angesiedelten Fachstelle Umwelt- und Klimaschutz der EKD in Kooperation mit dem Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen, dem Erzbistum Berlin sowie der Diözese Würzburg.</p><p>Aus dem Bistum Würzburg nahmen neben dem Umweltbeauftragten Christof Gawronski, der zum Vorbereitungsteam gehörte, Maximilian Braun und Eva-Maria Weimann teil, die sich im Bistum die Projektstelle für Klimaschutzmanagement teilen. Zeitweise besuchte auch Doris Heyde aus der Bauabteilung der Diözese Würzburg die Tagung.</p><p>Braun zog ein positives Fazit: „Die Klimaschutztagung in Würzburg hat erneut gezeigt, wie groß die Bereitschaft und der Wille sind, gemeinsam konkrete Schritte für eine nachhaltige Zukunft zu gehen.“ Für ihn als Klimaschutzmanager sei es besonders wichtig gewesen, zu sehen, wie verschiedene Akteure aus unterschiedlichen Bistümern und Landeskirchen an einem Tisch zusammenkommen und mögliche Verbesserungen diskutieren. „Wir stehen vor großen Herausforderungen – aber der Austausch hier macht Mut, dass wir sie mit vereinten Kräften bewältigen können.“ Auch Weimann wertete es als sehr hilfreich, voneinander zu lernen, neue Impulse mitzunehmen und zugleich zu sehen, wie was schon erreicht worden sei. „Die Tagung war ein wichtiger Ort der Motivation und des gemeinsamen Weiterdenkens im Klimaschutz.““</p><p>Auf dem Podium sprachen Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt und Dr. Christiane Averbeck, Geschäftsführende Vorständin der Klima-Allianz Deutschland, unter der Überschrift „Beim Klimaschutz aktiv sein – Zivilgesellschaft als wichtiger klimapolitischer Akteur“ mit Carel Mohn, Chefredakteur von „Klimafakten“. Mit dem Begriff umschrieb die Landesbischöfin die Rolle der Kirche in den aktuellen Diskussionen. Averbeck betonte, dass Klimaschutz alleine nicht schaffbar sei. Deswegen brauche es politische Rahmenbedingungen und Akteure, die das gemeinsam einfordern. Kühnbaum-Schmidt verwies auf die Wirksamkeit von Engagement als Statement. Andere bekämen das mit und würden sich dadurch mehr anregen lassen, als man das manchmal denke. Der Eindruck schwindender gesellschaftlicher Relevanz des Themas sei nicht durch Umfragen und Studien belegt. Klimaschutz sei nach wie vor den allermeisten Menschen ein wichtiges oder sehr wichtiges Thema. Entsprechend seien manche politischen Prozesse und Entscheidungen nicht nachvollziehbar.</p><p>Auf die Frage aus dem Publikum, ob die Kirchen angesichts der Kritik an erhobenem Zeigefinger oder apokalyptischer Darstellung der Erderhitzung hier anderes kommunizieren sollten, antwortete sie mit Rückfragen: Seit wann sollten Kirchen nicht mehr für Moral zuständig sein und seit wann wissenschaftliche Fakten apokalyptisch?</p><p>Fachvorträge zu gelingenden Projekten und Strategien, Neuigkeiten aus der Förderlandschaft und der Austausch der Beteiligten standen auf dem weiteren Programm der Klimaschutzverantwortlichen aus (Erz-)Bistümern und Landeskirchen, die ein Klimaschutzkonzept in Planung, Vorbereitung oder Umsetzung haben.</p><p>Frederik Lottje und Jonas Amrhein vom Projektträger Zukunft-Umwelt-Gesellschaft informierten über aktuelle Neuerungen bei den staatlichen Fördermöglichkeiten der „Kommunalrichtlinie“ &nbsp;und laufende Optimierungen bei der Antragsbearbeitung. Neben dem Dauerbrennerthema „Gebäude und Bauen“ waren die Neuerungen in der Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) Schwerpunkt. Diese ist für die meisten (Erz-)Bistümer und Landeskirchen, die ein Klimaschutzkonzept haben, der bestimmende Rahmen.</p><p>Dr. Sven Rudolph vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen betrachtete die Ergebnisse der globalen Klimaverhandlungen in Belém. Den Abschlussbericht des großangelegten Forschungsprojektes „Energieeffiziente Temperierung in Kirchen (ETiK)“ stellten Professor Dr.-Ing. Gunter Lauckner und Diplom-Soziologin Janika Gabriel vor. Neben der technischen Machbarkeit, den konservatorischen Anforderungen der Gebäude sowie den finanziellen und ökologischen Auswirkungen wurden in der Studie auch die soziologischen Aspekte rund um Nutzung und Akzeptanz der verschiedenen Heizsysteme erhoben.</p><p>Erneut Thema war die datenbasierte Klimaberichterstattung der EKD, die nun regelmäßig fortgeschrieben wird. Hannes Vetter von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft gab einen Einblick in die Entwicklungen nach der Veröffentlichung des ersten Berichtes.</p><p>Der abschließende Teil widmete sich der Biodiversität. Dr. Marten Winter vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) widmete sich aus wissenschaftlicher Sicht der Notwendigkeit eines Zusammendenkens von Biodiversitätsschutz und Klimaschutz. Im Anschluss stellten Diplom-Geografin Carina Völker und Dr. Gunnar Waesch vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen das Praxisprojekt „Unsere Kirche summt“ vor. Mit dem „BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden (BiCK)“ wird vor Ort aufgezeigt, wie Gemeinden und Einrichtungen biologische Vielfalt fördern können.</p><p>Die Tagung war die 16. seit 2009. Mit der steigenden Zahl von Klimaschutzkonzepten oder Vergleichbarem seien auch der Vernetzungsbedarf und die Teilnehmerzahl der Tagung gestiegen. In diesem Jahr nahmen über 60 Personen an der Fachtagung teil. Klimaschutzkonzepte oder Ähnliches gibt es mittlerweile in 17 von 20 Landeskirchen und in 14 von 27 (Erz-)Diözesen. Sieben weitere Diözesen und zwei Landeskirchen befinden sich derzeit in der Erarbeitungphase.</p><p>(5125/1305; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69320</guid><pubDate>Fri, 12 Dec 2025 11:19:25 +0100</pubDate><title>Schöpfungsverantwortung mit System</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/schoepfungsverantwortung-mit-system/</link><description>Domkapitular Albin Krämer überreicht neuen kirchlichen Umweltauditor(inn)en die Zertifikate – Segensfeier zum Abschluss des Ausbildungskurses</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Fünf Frauen und ein Mann aus dem Bistum Würzburg haben den Ausbildungskurs zu kirchlichen Umweltauditor(inn)en für EMAS beziehungsweise den Grünen Gockel erfolgreich abgeschlossen. Das teilt die Fachstelle Schöpfungsverantwortung und Klimaschutz des Bistums Würzburg mit. Bei einer Segensfeier im Würzburger Burkardushaus überreichte Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, die Zertifikate an Sindi Juskevic (Martinushaus Aschaffenburg), Karin Reitelbach (Dekanatsbüro Bad Kissingen), Markus Saukel (Kilianeum Würzburg), Elke Schüller-Wirsing (Dekanatsbüro Bad Kissingen), Daniela Stenger (Dekanatsbüro Aschaffenburg) und Katharina Stoß (Tagungszentrum Schmerlenbach).</p><p>Seit November 2024 hatten sich die Teilnehmenden unter der Leitung von Christof Gawronski, Umweltbeauftragter des Bistums Würzburg, qualifiziert. Inhalte des Kurses waren unter anderem eine Einführung in EMAS (Eco Management and Audit Scheme) und Grüner Gockel, das Bewerten von Umweltauswirkungen, das Energiesparen in Einrichtungen und Gemeinden sowie die Vorbereitung der Umweltprüfung durch einen externen Gutachter. Einblick in praktische Erfahrungen mit Umweltmanagement erhielten die angehenden Umweltauditor(inn)en durch die Verantwortlichen im Aschaffenburger Martinushaus und in Schmerlenbach sowie in der Evangelischen Philippuskirchengemeinde in Eisingen. Domkapitular Krämer dankte bei der Feier für das Engagement zum Erhalt der Schöpfung.</p><p>Derzeit sind im Bereich des Bistums Würzburg folgende Einrichtungen EMAS-zertifiziert: Kilianeum in Würzburg, Martinushaus in Aschaffenburg und Jugendhaus Sankt Kilian Miltenberg, außerdem das Haus Klara der Oberzeller Franziskanerinnen im Kloster Oberzell und die Klosterdruckerei Benedict Press der Benediktinerabtei Münsterschwarzach. Die Pflegeeinrichtung Haus Sankt Elisabeth in Kitzingen ist mit dem Grünen Gockel zertifiziert. Ein Verwaltungsgebäude und ein Tagungshaus machen sich gerade auf den Weg zu einer Umweltmanagement-Zertifizierung.</p><p>(5125/1287; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-67946</guid><pubDate>Wed, 08 Oct 2025 10:53:25 +0200</pubDate><title>14 Fragen zum Klimaschutzkonzept der Diözese Würzburg</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/14-fragen-zum-klimaschutzkonzept-der-dioezese-wuerzburg/</link><description>Von Solarstrom bis Fleischkonsum: Experten haben eineinhalb Jahre lang am Integrierten Klimaschutzkonzept des Bistums Würzburg gearbeitet. Das steht auf den insgesamt 170 Seiten.</description><content:encoded><![CDATA[<h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">1. Warum kommt das Konzept gerade jetzt?</h3><p>Ausgangspunkt ist der menschengemachte Klimawandel mit weltweiten Auswirkungen wie steigenden Temperaturen und der Gefahr von Extremwetterlagen mit Überschwemmungen und Dürren. Zum einen sollen durch das Konzept die nationalen Klimaschutzziele unterstützt werden, vor allem die Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2045. Daneben betont das Papier aber auch die kirchliche Schöpfungsverantwortung, die Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato si’ eingefordert hatte. Kernpunkte sind eine ganzheitliche Ökologie, die Mensch und Umwelt berücksichtigt, nachhaltiges Wirtschaften und die Idee einer Erde als „gemeinsames Haus“. Das Klimaschutzkonzept bildet den Abschluss eines mit Bundesmitteln geförderten Projektes, das im Juni 2024 startete.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">2. Wer hat das Konzept erstellt?</h3><p>Das Klimaschutzteam des Bistums Würzburg besteht aus dem Umweltbeauftragten Christof Gawronski, dem Klimaschutzmanager Maximilian Braun und der Klimaschutz-Referentin Eva-Maria Weimann. Fachlich unterstützt wurden sie von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft. Beteiligt waren zudem die Führungsgremien des Bistums.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">3. Wie ist das Konzept aufgebaut?</h3><p>Das Klimaschutzkonzept stellt auf 170 Seiten unter anderem den Auftrag, die Methodik und allgemein die Struktur des Bistums Würzburg vor. Das Bistum Würzburg umfasst demnach rund 8532 Quadratkilometer, ist in neun Dekanate und 43 Pastorale Räume eingeteilt. Die Zahl der Katholiken im Bistum wird mit 630.000 angegeben, die Zahl der Kirchenstiftungen mit rund 880 und die Zahl der kirchlichen Gebäude mit rund 3000. Am Ende werden auf knapp 40 Seiten konkrete Maßnahmen vorgeschlagen.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">4. Was ist der Zweck des Konzepts?</h3><p>„Der Hauptzweck besteht darin, einen konkreten Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels zu leisten“, heißt es im Konzept. Wesentliche Zwecke seien Emissionsreduktion (Minimierung des Treibhausgasausstoßes), Ressourcenschonung (nachhaltiger Umgang mit Energie und Umwelt), Anpassung an den Klimawandel (Einstellen auf Folgen wie Hochwasser oder Dürre) und Bewusstseinsbildung (Motivation und Einbindung der Menschen). Zudem soll das Klimaschutzkonzept die Grundlage für Anträge auf weitere Fördermittel bilden.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">5. Was hat das Bistum bislang unternommen?</h3><p>Im Konzept heißt es dazu: „Schöpfungsverantwortung wurde in der Diözese Würzburg in erster Linie vom Engagement der Menschen in Pfarreien und Einrichtungen getragen.“ Und: „Eine systematische und zentrale Steuerung erfolgte nicht.“ Als eine der ersten deutschen Diözesen gab es in Würzburg bereits 1989 immerhin eine halbe Stelle für einen Umweltbeauftragten, der sich anfangs vor allem um die Umweltbildung kümmerte. Erwähnt werden zudem die Jugendumweltbildungsstation im KjG-Haus Schonungen mit dem Klimobil, Initiativen von Jugendverbänden, Bildungshäusern und Pfarreien sowie die Förderung von Photovoltaikanlagen auf Kirchendächern seit 2022. Beschäftigte erhalten zudem einen Zuschuss zum Deutschlandticket.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">6. Welche Grundlagen wurden herangezogen?</h3><p>Am Anfang des Klimaschutzkonzepts stand eine Bestandsanalyse. Dazu haben die Autoren unter anderem die Verbrauchswerte für Heizenergie und Strom der Jahre 2021 bis 2023 herangezogen. Zudem wurden Daten zum Papierverbrauch, zum Kauf von IT-Geräten, zu Mittagessen in Kitas und Bildungshäusern und zu deren Fleischanteil erhoben. Im Herbst 2024 gab es eine Umfrage zur Mobilität, an der sich 524 der 2291 Beschäftigten beteiligten.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">7. Wie viel Treibhausgas stößt das Bistum aus?</h3><p>Die jährliche Gesamtemission des Bistums schätzt die Studie auf 32.337 Tonnen Kohlendioxid. Dabei machen die Gebäude mit 26.450 Tonnen rund 82 Prozent aus, die Mobilität 3416 Tonnen (11 Prozent) und die Beschaffung 2382 Tonnen (7 Prozent).</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">8. Wie viele Gebäude wurden untersucht?</h3><p>Von insgesamt rund 3000 Gebäuden gehen laut Konzept 1932 Gebäude in die Energiebilanz ein, darunter 985 Kirchen, 449 Pfarrhäuser und 474 Pfarrzentren. Alle Gebäude zusammen verbrauchen im Jahr 93.839 Megawattstunden Energie, den überwiegenden Teil (85.427 Megawattstunden, also 91 Prozent) fürs Heizen, weitere 8412 Megawattstunden (9 Prozent) für Strom. Häufigster Energieträger ist Erdgas, gefolgt von Heizöl und Fernwärme. Die Studie geht im Hinblick auf die sinkende Zahl der Gläubigen davon aus, dass bis 2040 rund die Hälfte der Pfarrhäuser, 22 Prozent der Pfarrzentren sowie jeweils acht Prozent der Kirchen und Bürogebäude nicht mehr in kirchlicher Nutzung sind.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">9. Welchen Anteil hat Mobilität an der Bilanz?</h3><p>Insgesamt legen die Beschäftigten des Bistums pro Jahr rund 19,15 Millionen Kilometer zurück. Den größten Anteil von 63 Prozent machen die Wege zur Arbeit aus (11,99 Millionen Kilometer), gefolgt von Dienstwegen (4,86 Millionen, 25 Prozent) und Dienstreisen (2,30 Millionen, 12 Prozent). Im Schnitt fährt ein Mitarbeiter rund 8700 Kilometer im Jahr. Wichtigstes Verkehrsmittel bleibt im ländlich geprägten Bistum Würzburg der Pkw mit 14,45 Millionen Kilometern, davon aktuell noch 13,14 Millionen Kilometer mit Verbrennern. Die Verbrenner-Pkw machen deshalb auch in der Treibhausgasbilanz mit 3015 Tonnen Kohlendioxid 89 Prozent der Emissionen im Bereich Mobilität aus. Auf öffentliche Verkehrsmittel entfallen 3,76 Millionen Kilometer und 213 Tonnen Kohlendioxid. In der Bilanz stehen zudem 200.000 Flug-Kilometer pro Jahr.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">10. Was schlägt bei der Beschaffung zu Buche?</h3><p>Größter Einzelposten im Bereich Beschaffung sind die rund 1,2 Millionen Portionen Mittagessen, die pro Jahr in Bildungshäusern und von Kirchenstiftungen betriebenen Kitas ausgegeben werden. Sie sorgen für 1786 Tonnen Kohlendioxid – 75 Prozent der Emissionen im Bereich Beschaffung. Computer und Zubehör steuern 251 Tonnen Kohlendioxid (11 Prozent), Papier und Publikationen wie das Würzburger katholische Sonntagsblatt 217 Tonnen (9 Prozent) und die übrige Verpflegung 97 Tonnen (4 Prozent) bei.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">11. Wie soll gespart werden?</h3><p>Sämtliche Maßnahmen fußen auf drei Grundprinzipien: Effizienz stellt technische und organisatorische Maßnahmen in den Mittelpunkt, durch die Ressourcen möglichst wirkungsvoll eingesetzt werden. Beispiel: moderne Heizungen oder energiesparende Beleuchtung. Suffizienz bezeichnet die bewusste Verhaltensänderung und Einsparung von Ressourcen. Beispiele wären die Senkung des Papierverbrauchs durch weniger Ausdrucke oder der Verkauf beziehungsweise die gemeinsame Nutzung von Gebäuden. Bei der Konsistenz schließlich geht es um einen anderen Umgang mit Ressourcen, etwa durch geschlossene, müllfreie Stoffkreisläufe oder die Verwendung regionaler und saisonaler Produkte.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">12. Was ist die Zielvorgabe?</h3><p>Im Klimaschutzkonzept wird ein Szenario empfohlen, bei dem die Emissionen mit „großen Anstrengungen“ um 90 Prozent gesenkt werden könnten. Vor allem bei Beschaffungen und Gebäuden sei eine völlig emissionsfreie Lösung nicht möglich. Selbst beim ambitionierten Klima-Szenario bleibt im Konzept ein Rest an Treibhausgasemission von rund neun Prozent gegenüber dem aktuellen Wert. Dieses Defizit könne jedoch etwa durch die Einspeisung von selbst produziertem Solarstrom kompensiert werden.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">13. Was kosten die Maßnahmen?</h3><p>Das Konzept rechnet an mehreren Stellen die notwendigen Investitionen vor: Im Bereich der nicht-sakralen Gebäude etwa wären vermutlich 673 Millionen Euro notwendig, um die gesamten Energiekosten der Jahre 2025 bis 2040 von 101 auf 81 Millionen Euro zu reduzieren. Zum Vergleich: Bei der deutschen Durchschnittsquote von einem Prozent Sanierung pro Jahr würden im Bistum lediglich 118 Millionen Euro bis 2040 investiert. Dazu stellt Umweltbeauftragter Christof Gawronski klar: „Eine frühzeitige Investition in den Klimaschutz führt nicht nur zur Einhaltung der Emissionsziele, sondern vermeidet auch deutlich höhere Ausgaben in der Zukunft.“ Zudem könnten Fördermittel die veranschlagten Zusatzkosten deutlich reduzieren.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aZwischentitel_rot_Initial_pZWT" wwclass="Bliss_Pro10Bold">14. Wie geht es weiter?</h3><p>Das Konzept schlägt 22 konkrete Maßnahmen vor, vom Heizungstausch und der energetische Sanierung von Gebäuden über den Bau von Photovoltaikanlagen (vorgeschlagen wird die Installation von 3000 Kilowatt Maximalleistung pro Jahr), einen Klimafonds, die Umstellung des Fahrzeugpools auf E-Mobilität, die Förderung von mobiler Arbeit und Fahrgemeinschaften bis zur papierreduzierten Verwaltung und Arbeitsplatzsharing. Die Experten betonen zudem die Bedeutung von Umweltbildung, mehr Kommunikation und einer ständigen Kontrolle. Jährlich soll es einen Bericht über umgesetzte Projekte geben, alle drei Jahre soll das Klimaschutzkonzept fortgeschrieben werden.</p><h3 appliedstyle="ParagraphStyle/Basic%3aLauftext_OHNEEinzug_pLTo" wwclass="Charter_BT_Pro10Roman">Download</h3><p>Das komplette Klimaschutzkonzept und weitereInformationen zum Thema finden Sie online unter<a href="https://www.umwelt.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.umwelt.bistum-wuerzburg.de</a>.</p><p class="text-right">Ralf Ruppert</p>]]></content:encoded><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-67942</guid><pubDate>Wed, 08 Oct 2025 10:32:48 +0200</pubDate><title>Nachhaltigkeitspreis 2025 für Kirchenstiftung Hammelburg </title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/nachhaltigkeitspreis-2025-fuer-kirchenstiftung-hammelburg/</link><description>Hammelburg (POW) Für die Umgestaltung des Bereichs um die Pfarrkirche hin zur CO2-Neutralität ist die Kirchenstiftung Sankt Johannes der Täufer in Hammelburg vom Landkreis Bad Kissingen ausgezeichnet worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Unter 17 eingereichten Bewerbungen wählte eine Jury das Projekt auf Platz zwei. Dafür gab es 3000 Euro Preisgeld. Mit dem Nachhaltigkeitspreis würdigt der Landkreis Bad Kissingen das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger für eine nachhaltige Zukunft. „Die Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass Nachhaltigkeit nicht abstrakt, sondern ganz konkret vor Ort gelebt werden kann. Als Vorbilder und Impulsgeber tragen sie maßgeblich dazu bei, unsere Region verantwortungsvoll in die Zukunft zu führen“, betonte Landrat Thomas Bold bei einer Feierstunde. Die Kirchenstiftung Hammelburg bezeichnete er als ein gutes Beispiel für die nachhaltige und zukunftsorientierte Arbeit einer Kirchengemeinde, bei der ökologisches Bewusstsein, Energieeffizienz und gemeinschaftliches Engagement erfolgreich miteinander verbunden werden. Bei diesem Projekt wurden die Gebäude der Kirche und die Umlagen klimafreundlich saniert und mit Blick auf den Erhalt der Artenvielfalt gestaltet. Installiert wurden Hackschnitzelheizung, Solaranlage, Dachbegrünung, Zisternen und LED-Beleuchtung. Jugendliche pflanzten einen Tiny Forest sowie einen Blühstreifen und legten ein Insektenhotel an.</p><p>(4125/1026; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-67901</guid><pubDate>Mon, 06 Oct 2025 13:12:01 +0200</pubDate><title>„Wir haben es selbst in der Hand“</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/wir-haben-es-selbst-in-der-hand/</link><description>Erstmals „Diözesaner Schöpfungstag“ im Kilianeum – Klimaschutzkonzept des Bistums offiziell übergeben – Ziel ist Klimaneutralität bis 2040 – Impulsvortrag von Hans-Josef Fell: „Es reicht nicht, ein bisschen zu reduzieren“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Engagierte und interessierte Menschen aus dem ganzen Bistum haben sich beim „Diözesanen Schöpfungstag“ am Samstag, 4. Oktober, im Kilianeum in Würzburg über Konzepte für den Umwelt-, Natur- und Klimaschutz informiert. Der Tag stand unter dem Motto „Schöpfung retten – Handeln für das gemeinsame Haus“. Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, nahm das erste Exemplar des Klimaschutzkonzepts für das Bistum Würzburg entgegen. Er dankte den Jugend- und Erwachsenenverbänden, die das Thema schon vor Jahrzehnten aufgegriffen hätten, und allen, die sich bereits vor Ort engagieren. „Es funktioniert nur solidarisch, und da sind wir, denke ich, auf einem guten Weg“, sagte er. Das Konzept sei ein Schritt hin zu einem systemischen Ansatz, sagte Christof Gawronski, Umweltbeauftragter des Bistums. „Für mich persönlich stellt es einen Meilenstein dar.“ Er sah in dem Fakt, dass der Klimawandel menschengemacht sei, ein Stück Hoffnung: „Wir müssen das nicht hinnehmen, sondern wir können etwas tun.“</p><p>Projektleiter Maximilian Braun, Klimaschutzmanager des Bistums, und Dr. Carolin Banašek-Richter von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg, die den Prozess extern begleitet, erläuterten das Klimaschutzkonzept. Das Konzept sei „der Startschuss hin zu konkreten Maßnahmen“, sagte Braun. Er stellte den Prozess als einen Kreislauf dar: Ausgehend vom Ist-Zustand werde ein Soll-Zustand definiert. Auf dieser Basis entsteht ein Maßnahmenkatalog mit einem strategischen Rahmen, konkreten Maßnahmen, Monitoring und Controlling. Schließlich wird der neue Ist-Zustand erfasst – und der Kreislauf beginnt von vorne. Ziel sei die Treibhausgasneutralität bis 2040, sagte Banašek-Richter. Das sei „ein ambitioniertes Ziel, und selbst mit ambitionierten Maßnahmen werden wir es nicht ganz erreichen“, räumte sie ein.</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/226-ein-klimaschutzkonzept-fur-das-bistum-wurzburg/embed?context=external&amp;token=IqiEM7IUYu0VtN0CnGlIlA" style="border: 0" border="0" height="370" width="100%"></iframe></p><p>Im Bistum würden jährlich mehr als 32.000 Tonnen Treibhausgase ausgestoßen – davon 82 Prozent von Gebäuden, und hauptsächlich durch Heizenergie. Eine hohe Priorität haben deshalb Maßnahmen wie eine Photovoltaik-Strategie, energetische Instandsetzung oder eine Finanzierungsstrategie für einen Klimafonds, um Maßnahmen, die zur Klimaneutralität beitragen sollen, stärker zu unterstützen. Aber auch wenn Mobilität (elf Prozent) und Beschaffung (sieben Prozent) eine wesentlich geringere Rolle spielen, seien das die Felder, in denen „jeder Einzelne schnell und unkompliziert einen Beitrag leisten kann“, erklärte Braun: „Was kaufe ich wo ein? Wie bewege ich mich von A nach B?“ Er verglich Klimaschutz mit einer guten Party: „Gemeinsam macht es einfach mehr Spaß!“</p><p>Per Videobotschaft sandte Bischof Dr. Franz Jung Grüße aus Rom, wo er eine Wallfahrt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums begleitet. Der Schöpfungstag falle in diesem Jahr zusammen mit dem 800. Jubiläum des Sonnengesangs des heiligen Franziskus. „Der heilige Franziskus war erfüllt von Dankbarkeit und Staunen über die Schönheit der Schöpfung. Es geht darum, die Schöpfung mit seinen Augen zu sehen“, sagte der Bischof. Alle Konzepte, Normen und Vorschriften würden nichts helfen ohne diese innere Bekehrung des Herzens. „Wir selbst haben uns im Klimaschutzkonzept unseres Bistums das hehre Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu sein. Machen Sie mit und seien Sie dabei!“ Er freue sich über „gute Schritte auf diesem Weg der Bekehrung“.</p><p>###GALERIE###</p><p><em><strong>Impulsvortrag Hans-Josef Fell: „Um Sonnenstrahlen kann man nicht Krieg führen“</strong></em></p><p>Und die sind nach den Worten von Hans-Josef Fell (Hammelburg), ehemaliger Bundestagsabgeordneter, Präsident der „Energy Watch Group“ und „Botschafter für 100 Prozent erneuerbare Energien“, dringend nötig. „Es wird dramatisch“, warnte er in seinem Impulsvortrag „Kirche im Handeln – Was nötig und was möglich ist“. Weltweit sei das Pariser Ziel, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, überschritten worden. Für das Jahr 2050 werde eine Erderwärmung von drei Grad vorhergesagt. Der Klimanotstand habe Deutschland schon heute erreicht, wie etwa die Überflutungen im Ahrtal im Jahr 2021 zeigten. Nach seinen Worten gibt es aber noch mehr Gründe für den Umstieg auf erneuerbare Energien. Die aktuellen Kriegsgebiete befänden sich im Wesentlichen dort, wo Erdöl und Erdgas gefördert würden, mit den Einnahmen aus dem Verkauf würden Kriege und islamistischer Terror finanziert. „Um Sonnenstrahlen kann man nicht Krieg führen.“</p><p>Fell warnte davor, sich auf die bloße Reduktion von Emissionen zu konzentrieren. Die Frage müsse stattdessen lauten: „Wie stoppt man Emissionen?“ Er forderte einen kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien, eine Kreislaufwirtschaft ohne Emissionen oder Abfälle sowie regenerative Land-, Forst- und Meereswirtschaft. In der Wüste Gobi beispielsweise entstehe derzeit ein Solarpark, der im Jahr 2030 mehr Strom erzeugen soll als die Menschen im Großraum Peking benötigen. Aber auch vor Ort gebe es nachahmenswerte Projekte. Die Solarkirche in Gräfendorf nannte er „eine Meisterleistung“.</p><p><em><strong>Photovoltaikanlagen auf Kirchendächern: </strong></em><em><strong>Die Solarkirche in Gräfendorf im Jahr 2023</strong></em></p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/NMFI1iLuyrQ?si=3T-viI0ZJRj-YEPH" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p>Die Erlöserschwestern hätten auf ihrem Areal in der Würzburger Innenstadt gezeigt, dass Solardächer durchaus mit dem Denkmalschutz vereinbar seien. Anhand von Statistiken zeigte er, dass die Strompreise durch den Ausbau der erneuerbaren Energien im Schnitt gesunken seien. Sein eigenes Haus sei „stromautark“ und er zahle seit 2020 keine Stromrechnungen mehr. Sein Fazit lautete: „Wir haben es selbst in der Hand.“</p><p>Er sei sehr dankbar, dass sich Kirche engagiere, sagte Oberbürgermeister Martin Heilig in einem Grußwort. Er selbst befasse sich seit seiner Jugend mit dem Thema Bewahrung der Schöpfung und habe darüber zum politischen Engagement gefunden. Die Stadt Würzburg wolle bis 2040 klimaneutral sein. Dabei werde darauf geschaut, wo sich eine Maßnahme lohne. So habe man es beispielsweise geschafft, 15 Prozent zusätzliche Fahrgäste für den öffentlichen Nahverkehr zu gewinnen. Klimaschutz hat laut Heilig zudem eine soziale Komponente: „Die vulnerablen Gruppen sind als erste von hohen Energiekosten betroffen.“ Er rief dazu auf: „Lassen Sie es uns gemeinsam anpacken!“</p><p><em><strong>Klimaschutz im Alltag leicht gemacht: Infostände und Workshops</strong></em></p><p>Wie man im Alltag einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem an den vielen Infoständen. Hier stellten beispielsweise die Tagungshäuser im Bistum vor, welche Maßnahmen sie bereits ergriffen haben. Das „Haus für Kinder“ in Gaukönigshofen verdeutlichte den Schadstoffausstoß unterschiedlicher Verkehrsmittel mit Hilfe von Wattebällchen – das Flugzeug und das Kreuzfahrtschiff versanken darin. Und wer hätte gedacht, dass man eine Hochzeit „nachhaltig und fair“ planen kann? Die Workshops reichten von „Umwelt- und Klimaschutz im kirchlichen Bauen“ bis zu „Schöpfungsspiritualität in der Liturgie“. Im Workshop „Zugänge zur sozial-ökologischen Transformation“ beispielsweise befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Thema „Gerechtigkeit“. „Wir diskutieren über Bürgergeld, aber nicht über eine Milliardärssteuer“, bemängelte ein Mann. Warum man nicht die Firmen, die Klimaschäden verursachen, zur Verantwortung ziehe, war ein weiterer Kritikpunkt. Handeln bedeute, jeden Tag eine Entscheidung zu treffen, sagte eine Teilnehmerin: „Ich hasse Fahrradfahren, aber ich fahre jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit.“</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/oMz2yjJXOWI?si=Rg6fceQIYj-vo22F" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p>„Der Tag war sehr interessant und gut aufgebaut“, lobte Gemeindereferentin i. R. Erika Gerspitzer. Beeindruckt hätten sie der Impulsvortrag von Hans-Josef Fell sowie eine Frau, die erzählt habe, dass sie seit Jahren keine Kleidung mehr kaufe, sondern tausche. Auch bei den Infoständen habe sie viel Neues entdeckt. Marco Karch, Mitglied der Kirchenverwaltung Üchtelhausen (Landkreis Schweinfurt), arbeitet als Architekt und Energieberater. Der Workshop zu „Klima- und Umweltschutz im kirchlichen Bauen“ sei „sehr gut“ gewesen, erzählte er. „Ich bin froh, dass die Kirche Klimaschutz als einen Schwerpunkt sieht. Der ganze Tag war superinteressant.“ Umweltbeauftragter Gawronski zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Veranstaltung. „Ich glaube, die Leute sind in gute Gespräche gekommen und haben gesehen, was bei anderen schon funktioniert hat.“ Er hoffe darauf, dass sie nun zu Multiplikatoren im Bistum werden.</p><p>Mehr Informationen gibt es auf der <a href="https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/" target="_blank" class="external-link">Homepage der diözesanen Fachstelle „Schöpfungsverantwortung und Klimaschutz“</a>.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(4125/1018; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-67763</guid><pubDate>Mon, 29 Sep 2025 13:16:59 +0200</pubDate><title>Kilianeum erneut EMAS-zertifiziert</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/kilianeum-erneut-emas-zertifiziert/</link><description>Industrie- und Handelskammer überreicht Zertifikat über geprüftes Umweltmanagement – Hausleiter Barthelme: „Die Projekte gehen uns nicht aus“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Das Kilianeum in Würzburg ist erneut nach dem Standard EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert worden. „Das ist eine echte Leistung. Wir wissen, wie viel Arbeit dahintersteckt“, sagte Dr. Lukas Kagerbauer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt, am Montag, 22. September, bei der Übergabe der Urkunde. Stephan Barthelme, Leiter des Kilianeums, sprach von einem „Leuchtturmprojekt“ im Bistum. Mit der Teilnahme am EMAS-System wolle das Kilianeum einen Beitrag zur christlichen Schöpfungsverantwortung leisten.</p><p>Vor genau 22 Jahren sei das Kilianeum zum ersten Mal nach EMAS zertifiziert worden und damit das erste zertifizierte Haus im Bistum Würzburg gewesen, sagte Barthelme. Für die Jugendverbände seien Umweltschutz und Nachhaltigkeit damals „ein Riesenthema“ gewesen. Auch Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, erinnerte sich daran, dass die Jugendverbände das Thema „sehr gepusht“ hätten. Seitdem hat sich viel getan. So sei beispielsweise das Kilianeum im Jahr 2010 als erste Einrichtung im Bistum komplett auf Ökostrom umgestellt worden. Im Winter 2021/2022 wurden Alt-Handys gesammelt, und vor drei Jahren ein Fairteiler-Kühlschrank aufgestellt.</p><p>Um die Umsetzung der Maßnahmen kümmert sich ein Umwelt-Audit-Team mit Umweltbeauftragter Pastoralreferentin Regina Krämer, Markus Saukel, Assistenz der Umweltbeauftragten, Hausleiter Barthelme, Pastoralreferent Christof Gawronski, Umweltbeauftragter des Bistums, sowie Mitarbeiterinnern und Mitarbeitern. Zweimal im Jahr werde eine Mitarbeiter(innen)versammlung zum Thema Umwelt durchgeführt, bei der die Verbrauchszahlen des vergangenen Jahres vorgestellt und mögliche Verbesserungen diskutiert werden. Zudem würden regelmäßig „Umwelt-Challenges“ versandt, in denen monatlich auf ein besonderes Thema aufmerksam gemacht werde.</p><p>„Die Projekte gehen uns nicht aus“, stellte Barthelme fest. Geplant sei unter anderem eine Photovoltaikanlage. Die Dienstfahrzeuge sollen nach und nach auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden. Auch bei der Mülltrennung gebe es noch Luft nach oben, hier werde eine Recyclingquote von mindestens 90 Prozent angestrebt. Zudem wolle man die Folgen des Klimawandels für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auge behalten und diese vor Wetterextremen schützen, erklärte Krämer. Ihr liege auch das Thema Biodiversität am Herzen, etwa durch eine naturnahe Gestaltung der Grünflächen.</p><p><em><strong>Stichwort: EMAS</strong></em></p><p>Das Gemeinschaftssystem für das freiwillige Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (Eco-Management and Audit Scheme, EMAS) ist ein von der Europäischen Gemeinschaft 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen und andere Organisationen, die ihre Umweltleistungen verbessern wollen. Es ist aktuell das weltweit anspruchsvollste System für nachhaltiges Umweltmanagement. EMAS-zertifizierte Unternehmen und Organisationen erfüllen mehr als die umweltgesetzlichen Anforderungen und verbessern ihre Umweltleistung kontinuierlich. Mit EMAS verpflichten sich die Betriebe, eine Umwelterklärung zu erstellen, in der sie die umweltrelevanten Tätigkeiten und die Daten zur Umwelt wie Ressourcen und Energieverbräuche, Emissionen oder Abfälle weiter genau darstellen. Verbunden damit führen sie selbst eine erste Umweltprüfung und in den Folgejahren wiederkehrende Umweltbetriebsprüfungen durch. Staatlich zugelassene Umweltgutachter beurteilen diese Umwelterklärungen sowie die dazugehörigen Dokumente.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(4025/1000; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-67521</guid><pubDate>Wed, 17 Sep 2025 14:50:53 +0200</pubDate><title>„Umweltschutz ist Querschnittsaufgabe“</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/umweltschutz-ist-querschnittsaufgabe/</link><description>„Diözesaner Schöpfungstag“ unter dem Motto „Schöpfung retten – Handeln für das gemeinsame Haus“ findet am 4. Oktober statt – Impulsvortrag, Infostände und Workshops – Anmeldung bis 25. September möglich</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Am Samstag, 4. Oktober, findet von 9.30 bis 16 Uhr der erste „Diözesane Schöpfungstag“ im Bistum Würzburg statt. Der Umweltbeauftragte des Bistums, Christof Gawronski, und der Klimaschutzmanager des Bistums, Maximilian Braun, von der Fachstelle Schöpfungsverantwortung und Klimaschutz stellen die Idee und das Konzept vor.</p><p><em>POW: Was verbirgt sich hinter dem „Diözesanen Schöpfungstag“?</em></p><p>Christof Gawronski: Der Tag richtet sich an Engagierte und Interessierte aus Einrichtungen und Gemeinden unseres Bistums. Er bietet Information, Vernetzung und Stärkung. Neben einem Vortrag als Impuls gibt es Workshops, Infostände, einen Gottesdienst, und das diözesane Klimaschutzkonzept wird vorgestellt. Organisiert wird der Tag von einem Team aus verschiedenen Bereichen. Vertreten sind unter anderem die Domschule, die Diözesanstelle Weltkirche, Verbände sowie die Jugend. Uns war wichtig, möglichst viele Sichtweisen einzubringen, die sich an dem Tag widerspiegeln sollen. Den Impulsvortrag wird Hans-Josef Fell aus Hammelburg halten, ehemaliger Bundestagsabgeordneter, Präsident der „Energy Watch Group“ und „Botschafter für 100 Prozent erneuerbare Energien“. Das Ziel war es, die zehn Handlungsempfehlungen zur „Schöpfungsverantwortung als kirchlicher Auftrag“ der Deutschen Bischofskonferenz mit einzubringen. Die Empfehlungen zeigen Arbeitshilfen für die Diözesen auf. Unsere Idee war, dass es am „Diözesanen Schöpfungstag“ zu jedem Punkt mindestens ein Angebot gibt.</p><p><em>POW: Warum wurde der Tag ins Leben gerufen?</em></p><p>Gawronski: Anlass sind zehn Jahre Umwelt- und Sozialenzyklika „Laudato Si‘“ von Papst Franziskus und 800 Jahre Sonnengesang des heiligen Franziskus. Zudem wünschen sich viele Haupt- und Ehrenamtliche qualifizierte, möglichst passgenaue Informationen und „Best Practice“-Beispiele. Wir wollen Menschen zusammenbringen, die schon ein Problem gelöst haben oder noch davorstehen. Ein großes Thema sind beispielsweise Kirchenheizungen. Es wird immer deutlicher, dass die Warmluftheizungen der Vergangenheit in den meisten Fällen Gebäudeprobleme hervorrufen und teuer sind. Die Alternative, nicht den Raum zu heizen, sondern die Personen, beispielsweise mit Sitzheizungen, ist eine neue Denkweise. Der Austausch mit Gemeinden, die das bereits umgesetzt haben, ist dabei hilfreich.</p><p><em>POW: Was beinhaltet das neue Klimaschutzkonzept für das Bistum?</em></p><p>Maximilian Braun: Der Kernpunkt des Klimaschutzkonzeptes ist nach der Potentialanalyse die Treibhausgasbilanz, die erstmal einen Ist-Zustand erörtert. Dann wird ein Soll-Zustand definiert. Anhand dieser Abweichung entsteht ein Maßnahmenkatalog mit Prioritäten und Zeitplan. Das Ziel ist die Treibhausgasneutralität im Bistum bis spätestens 2040. Die Maßnahmen betreffen drei Bereiche: Gebäude – das ist der größte Hebel –, Mobilität und Beschaffung. Die beiden letzten Punkte haben nicht so einen großen Anteil an der Treibhausgasbilanz des Bistums, trotzdem sind sie ebenfalls wichtig, weil darauf fast jede Person, die im Bistum aktiv ist, einen größeren Einfluss nehmen kann als auf die Gebäude.</p><p><em>POW: Welche konkreten Maßnahmen sind im Klimaschutzkonzept vorgesehen?</em></p><p>Braun: Bei Gebäuden gibt es beispielsweise den Klimafonds für die Kirchenstiftungen. Damit wird versucht, Maßnahmen, die zur Klimaneutralität beitragen sollen, stärker zu unterstützen. Andere Maßnahmen sind eine Photovoltaik-Strategie, energetische Sanierungen und Wärmekonzepte für Kirchen. Bei Mobilität ist eine Maßnahme der Aufbau einer E-Ladeinfrastruktur. In jedem Maßnahmensteckbrief ist definiert, wer das initiieren soll, welche Zielgruppe angesprochen wird, welche Priorität die Maßnahme hat und wie sie finanziert werden soll.</p><p><em>POW: Wie sollen Kirchengemeinden und Einrichtungen in die Umsetzung eingebunden werden?</em></p><p>Braun: Das oberste Ziel beim Klimaschutzkonzept war, alle, die über umweltrelevante Fragen entscheiden, im Blick zu haben. Spätestens wenn es um Einkaufsentscheidungen, Mobilität oder die Bedienung der Heizung im Gruppenraum geht, sind es fast alle. Das Konzept wurde in über zehn Workshops mit verschiedenen repräsentativen Gruppen des Bistums zum Beispiel aus Kirchenverwaltungen, Verwaltungsreferenten, Seelsorger oder Bau und Liegenschaften erarbeitet. Es geht darum, nicht nur die Bedürfnisse der verschiedenen Akteure zu erfragen, sondern auch schon erste Ideen mit ins Klimaschutzkonzept aufzunehmen. So ist es an alle Personen im Bistum gerichtet.</p><p><em>POW: Welche Möglichkeiten gibt es für Engagierte, sich langfristig einzubringen?</em></p><p>Gawronski: Das Thema Umweltschutz ist eine Querschnittsaufgabe. Verbesserung wäre in allen Bereichen nötig und möglich. Egal, ob in der Kirchenverwaltung, im Festausschuss oder als Gottesdienstbeauftragte. Wer sich speziell für Klimaschutz einsetzen möchte, könnte eine Umweltgruppe ins Leben rufen oder die Rolle eines Umweltbeauftragten übernehmen. Das gibt es in manchen Gemeinden teilweise schon sehr lange, beispielsweise in Sankt Johannes in Kitzingen oder in Herz Jesu in Aschaffenburg. Die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich. Manchmal werden Maßnahmen wie eine Photovoltaikanlage für das Kirchendach angeregt. In anderen Gemeinden wird ein Erntedankfest besonders gestaltet oder eine Aktion mit den Firmlingen gestartet. Man ist beim Thema Schöpfungsverantwortung nie auf eine Sache festgelegt.</p><p><em>POW: Was würden Sie Kirchengemeinden empfehlen, die mehr für den Klimaschutz tun möchten?</em></p><p>Gawronski: Die Champions League wäre, ein strukturiertes Umweltmanagement zu betreiben. Die Abläufe müssten durchleuchtet werden um zu sehen, was schon da ist. Fortschritte müssten kontrolliert und Verbesserungen umgesetzt werden. Auch beim Thema Mobilität kann darauf geachtet werden, ob ein Ausflug mit dem Zug oder Bus geplant werden kann. In stadtnahen Bereichen könnte versucht werden, Gottesdienstzeiten an den Buszeiten auszurichten, damit die Leute nicht mit den Autos kommen müssen, oder eine Unterstellmöglichkeit für Fahrräder anzubieten. Auch die Beschaffung ist eine große Sache. Ob man für das Pfarrfest oder das Zeltlager im Weltladen einkauft oder woanders, macht einen Unterschied. Daran merkt man, dass die ökologischen und sozialen Fragen meistens zusammenhängen.</p><p><em>POW: Was erhoffen Sie sich als Ergebnis des Schöpfungstags?</em></p><p>Gawronski: Motivierte und informierte Engagierte, die Sachen mit nach Hause nehmen in ihre Einrichtungen und Gemeinden. Die Dinge weiterdenken und in der gesamten Breite von Gottesdiensten, Veranstaltungsgestaltung bis hin zu Renovierungsmaßnahmen umsetzen.</p><p>Braun: Dass die Leute, die vor Ort sind, als Multiplikatoren in der breiten Masse fungieren. Dass sie das Klimaschutzkonzept und die Informationen aus den Workshops in ihren Gruppierungen kommunizieren, damit die Reichweite von Klimaschutz größer wird.</p><p><em>POW: Wie möchten Sie die Impulse des Tages auch darüber hinaus ins Bistum tragen?</em></p><p>Gawronski: Wir möchten darauf achten, dass sich der Informationsstand und das Wissen im gesamten Bistum weiterentwickeln, damit es nach Möglichkeit immer, wenn eine umweltrelevante Entscheidung anfällt, jemanden gibt, der sagt: Moment, sollten wir es nicht vielleicht anders machen?</p><p>Braun: Es gibt immer auch die Möglichkeit, sich an die Klimaschutz-E-Mail-Adresse oder direkt an uns zu wenden, wenn man Vorschläge und Ideen hat. Es gibt jederzeit die Möglichkeit, sich einzubringen und das Ziel zu unterstützen.</p><p><em>Der „Diözesane Schöpfungstag“ findet am Samstag, 4. Oktober, im Würzburger Kilianeum, Ottostraße 1, statt. Beginn ist um 9.30 Uhr mit einem Stehkaffee. Nach dem Impulsvortrag zum Thema „Kirche im Handeln – Was nötig und was möglich ist“ wird um 11 Uhr das Klimaschutzkonzept des Bistums Würzburg vorgestellt. Ab 11.30 Uhr gibt es ein „Info-Karussell“ mit Infoständen, Materialtischen und Infotafeln. Nach dem Mittagessen starten acht Workshops und Mini-Exkursionen zu den Themen: „Umwelt- und Klimaschutz im kirchlichen Bauen“, „Wie Bildung für nachhaltige Entwicklung und Erlebnispädagogik zu nachhaltigem Handeln führen kann“, „Wasser im Klimawandel“, „Klimaschutzkonzept“, „Verschiedene Zugänge zur sozial-ökologischen Transformation“, „Konsumkritischer Rundgang“, „Pfarrgärten, Kirchenumgriffe, Friedhöfe…“ sowie „Schöpfungsspiritualität in der Liturgie“. Die Teilnahme kostet pro Person inklusive Tagungsverpflegung zehn Euro. Anmeldung bis Donnerstag, 25. September, sowie nähere Informationen im Internet unter <a href="http://www.domschule-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.domschule-wuerzburg.de</a>.</em></p><p class="text-right"><em>Das Interview führte Judith Reinders (POW)</em></p><p>(3925/0955; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Im Gespräch</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-67517</guid><pubDate>Wed, 17 Sep 2025 14:35:35 +0200</pubDate><title>Oasen der Ruhe und Heimat für Fledermäuse</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/oasen-der-ruhe-und-heimat-fuer-fledermaeuse/</link><description>Beim „Diözesanen Schöpfungstag“ am 4. Oktober geht es unter anderem um Pfarrgärten und das Umfeld von Kirchen – Besuch bei zwei Orten mit hoher Biodiversität in Kitzingen-Hoheim und Kolitzheim</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hoheim/Kolitzheim</strong> (POW) Der Pfarrgarten am Pfarrhaus ist einst das Refugium des Pfarrers gewesen. Hier fand er nicht nur Zeit zur Erholung. Die Gärten dienten zudem der Versorgung der Geistlichen mit frischem Gemüse. Heute lebt in vielen Pfarrhäusern kein Geistlicher mehr. Trotzdem sind Pfarrgärten noch immer Rückzugsorte für Mensch und Natur. Das <a href="https://sobla.de/" target="_blank" class="external-link">Würzburger katholische Sonntagsblatt</a>&nbsp;hat zwei dieser Orte besucht. Im Kitzinger Stadtteil Hoheim etwa wohnen Stephanie und Christian Söder im Pfarrhaus und kümmern sich als Mieter auch um den Garten. Hier gibt es einen einladenden Vorgarten für die Besucher des Pfarrhauses, das im Erdgeschoss noch von der Pfarrgemeinde der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Hedwig im Kitzinger Land“ genutzt wird.</p><p>Als das Ehepaar Söder vor rund 15 Jahren ins Hoheimer Pfarrhaus einzog, war der Pfarrgarten schön angelegt, aber zeitaufwendig zu pflegen. Die Söders gingen dazu über, den Garten wilder werden zu lassen. Das mache die Gartenarbeit entspannter und sorge dauerhaft für eine größere Vielfalt im Garten. „Wir haben einen Teil der Nutzung den Tieren und Pflanzen abgegeben“, sagt Stephanie Söder. Gießwasser brauchen heute nur noch die Tomaten.</p><p>Einen großen Anteil an der naturnahen Gestaltung haben Mitbewohner im Dach des Pfarrhauses: eine Kolonie des Grauen Langohrs, einer seltenen Fledermausart. Diese Population zu erhalten, ist dem Fledermausexperten Christian Söder ein Herzensanliegen. Im Pfarrgarten sollen sie ausreichend Nahrung finden. Es habe einige Jahre gedauert, bis sich die heutige Artenvielfalt eingestellt hat, berichten die Söders. Heute wachsen auf der Wiese Schlüsselblumen, Lichtnelken, Sternmiere, Flockenblumen oder wilde Möhre. In den Beeten erfreuen Pfingstrosen und Malven das Auge. Efeu umrankt einen alten Schuppen. Zwischen den Fugen stehen Königskerze oder Natternkopf.</p><p>Die Kirche habe um die Bedeutung dieser Pflanzen für Mensch und Tier früher schon gewusst, sagt Söder und erinnert an die Würzbüschelweihe zu Mariä Himmelfahrt. Die Pflanzenvielfalt locke Insekten und damit viele Vogelarten. Was die Söders besonders freut: Zur Abenddämmerung lassen sich Graue Langohren bei der Jagd nach Faltern beobachten.</p><p>„Der Garten hat jetzt mehr Nutzen für die Schöpfung, die hier wohnt“, sagt Christian Söder. Seit kurzem ist das Gelände als Naturgarten „Bayern blüht“ zertifiziert und vom Landesbund für Vogelschutz ausgezeichnet als vogelfreundlicher Garten. Schilder an der Eingangspforte weisen darauf hin. Die Söders hoffen, dass diese Hinweise den einen oder anderen neugierig machen, wie ein Naturgarten gestaltet werden kann.</p><p>###GALERIE###</p><p>Söder bedauert, dass die katholische Kirche bislang nicht dem Blühpakt Bayern beigetreten ist. Der Blühpakt ist eine landesweite Allianz von Verbänden und Interessengemeinschaften zur Förderung der Artenvielfalt. Gerade bei Pfarrgärten sieht Söder ein Potenzial zur Förderung der Biodiversität. Der Beitritt werde seit einigen Jahren diskutiert, allerdings hätten sich die sieben bayerischen Bistümer bislang noch nicht dazu entschlossen, erklärt Christof Gawronski, Umweltbeauftragter der Diözese.</p><p>In Kolitzheim kümmert sich Christine Bender, die Geschäftsführerin des unterfränkischen Bezirksverbands für Gartenbau und Landespflege, ehrenamtlich um die Staudenbeete und Rosen rund ums Kirchenareal. Der ehemalige Gemüsegarten des früheren Pfarrhauses ist in die öffentliche Anlage rund um das Gotteshaus integriert. Der Kirchhof und die anschließende Pfarrwiese sind eine grüne Oase inmitten des Dorfes.</p><p>Bender und dem Ehepaar Söder geht es bei der Pflege darum, die Schöpfung zu bewahren. Eine Vielfalt an robusten, heimischen Pflanzen soll wachsen, die nicht nur die Menschen anspricht, sondern auch für die Tierwelt wertvoll ist. Umweltbeauftragter Gawronski verweist darauf, dass das auch im Sinne der Kirche sei. In einer Handlungsempfehlung der Deutschen Bischofskonferenz heißt es: „Schöpfungsverantwortung ist ein kirchlicher Auftrag.“</p><p>Die Zertifizierung des Hoheimer Pfarrgartens als Naturgarten hat Bender als Jurorin mitgetragen. Die Gartenexpertin und Rosenliebhaberin legt viel Wert auf naturnahes Gärtnern. „Ich kümmere mich um alles, was blüht“, fasst Bender ihr Engagement in Kolitzheim zusammen. Mitglieder der Kirchenverwaltung pflegen die Gras- und Wiesenflächen oder schneiden die Bäume.</p><p>In Kolitzheim sollen die Blumenstauden und Pflanzen mit dem Klimawandel klarkommen, nicht zu anspruchsvoll in der Pflege sein, die Besucher erfreuen und den kirchlichen Jahresablauf widerspiegeln. Viele Pflanzen hätten eine christliche Symbolik, erklärt die Fachfrau. Die Rose gehört dazu. Im Kolitzheimer Pfarrgarten blühen Beet- und Kletterrosen. Vor allem liebt Bender alte Sorten mit ihrem unvergleichlichen Duft. Christ- und Pfingstrosen entfalten zur jeweiligen Jahreszeit ihre Pracht. Salbei und Lavendel gedeihen an den sonnig-heißen Standorten an der Kirchenmauer. An anderer Stelle fällt der Frauenmantel ins Auge. Vieles, was hier blüht, seien typische Pfarrgarten-Pflanzen. Sie eigneten sich auch für den Kirchenschmuck oder als Heilkräuter.</p><p>Heimische Bäume und Sträucher wie Felsenbirne oder Wildapfel strukturieren den Kirchhof, bilden Schattenbereiche und sind Nahrungspflanzen für Vogel- und Insektenarten. Die Felsenbirne schmecke auch menschlichen Besuchern. Gerne geht die Kolitzheimerin mit Gästen in die Streuobstwiese der Pfarrgemeinde hinter dem Kirchhof. Unter Walnussbäumen gibt es schattige Sitzplätze mit Blick auf die Kirche. Dahinter stehen knorrige Obstbäume. „Im Frühjahr blühen tausende Narzissen“, erzählt Bender. Die Wiese sei eine Oase mitten im Dorf und jedem zugänglich.</p><p>„Ich freue mich, dass das Umfeld der Kirchen in der Pfarreiengemeinschaft Marienhain mit so viel Engagement von Ehrenamtlichen gepflegt wird“, sagt Pfarrer Andreas Engert. Den großen Einsatz der Helfer könne er gut einschätzen, weil er selbst den Pfarrgarten in Herlheim pflege. „Das ist ein schöner Ausgleich zum Alltag“, erzählt er: „Ich freue mich, wenn es grünt und blüht.“ In stressigen Wochen sei keine Zeit für sein Hobby im Pfarrgarten, dann wachse auch mal Unkraut. Umso schöner sei der Anblick der Blüten und die Ernte von frischem Gemüse aus dem Pfarrgarten vor der Haustür.</p><p><em><strong>Mehr zum Thema Naturgarten</strong></em></p><p>Für die Gestaltung von Pfarrgärten und Kirchenumgriffen gibt es in der Diözese Würzburg bisher keine festen Leitlinien. Umweltbeauftragter Gawronski verweist bei Nachfragen auf die Empfehlungen der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim. Informationen zur Naturgarten-Zertifizierung „Bayern blüht“ gibt es unter <a href="http://www.lvg-bayern.de/initiativen/naturgarten-zertifizierung/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.lvg-bayern.de/initiativen/naturgarten-zertifizierung/</a> oder <a href="http://www.lwg.bayern.de/naturgarten" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.lwg.bayern.de/naturgarten</a>. Die Bewerbung läuft über die Geschäftsführung des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege oder die Kreisfachberatung an den Landratsämtern. Kriterien für eine Zertifizierung sind der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, Dünger und Torf, hohe Biodiversität sowie boden- und wasserschonende Bewirtschaftung.</p><p class="text-right"><em>Heike Beudert/Ralf Ruppert (Würzburger katholisches Sonntagsblatt)</em></p><p>(3925/0956; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65554</guid><pubDate>Sun, 18 May 2025 17:58:17 +0200</pubDate><title>Weinbergsprozession &amp; Wiedersehen nach 11 Jahren mit Benediktinerpater Dr. Simon Schrott OSB in Hörstein</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/weinbergsprozession-wiedersehen-nach-11-jahren-mit-benediktinerpater-dr-simon-schrott-osb-in-hoerstein/</link><description>Am Sonntag, den 18. Mai, fand in Hörstein wieder die traditionelle Weinbergsprozession mit der Reliquie des Heiligen Urban, dem Patron der Winzer, statt. Um 9:00 Uhr fand die Sonntagsmesse in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt statt. Dazu begrüßte Kaplan Napoleon Savariraj einen &quot;altbekannten&quot; Gast im &quot;neuen Gewand&quot;: Pater Dr. Simon Schrott.

Im Rahmen des Jubiläumsjahres zum Pestwunder und Pestversprechen vor 400 Jahren lud Pfarrer Frank Mathiowetz ihn als Festprediger nach Hörstein ein. Vor 13 Jahren kam Simon Schrott in die damalige Pfarreiengemeinschaft St. Benedikt am Hahnenkamm Alzenau, Wasserlos und Hörstein, um seinen Pastoralkurs zu absolvieren. Er bereitete sich auf die Diakonen- und Priesterweihe vor und verließ Alzenau 2014 als Kaplan. Seine Berufung führte ihn zu den Benediktinern in die Abtei Münsterschwarzach. Im Jahr 2021 trat er in den Orden ein und legte 2023 die zeitliche Profess ab. Nun kam er vergangenen Sonntag im Ordensgewand mit Habit und Kapuze nach 11 Jahren zurück.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur aufgrund seiner Alzenauer Zeit machte sein Besuch die Eucharistiefeier und Weinbergsprozession zu etwas Besonderem. Es waren die Benediktiner aus Seligenstadt, die in Hörstein die Weinberge und den Glauben in die Herzen der Menschen pflanzten. Sichtbar wird dies bis heute durch die ehemalige Sommerresidenz des Abtes mit Gehöft, dem Abtshof in der Mömbriser Straße, und dem vor einigen Jahren errichteten Benediktusbrunnen im Altort.</p><p>Die Verbindung zum Jubiläum besteht durch den Ortsheiligen Bernhard von Clairvaux, auf dessen Fürsprache der Ort 1625 vor dem Aussterben bewahrt wurde. Er lernte die Regel des Heiligen Benedikt von Nursia und reformierte diese. Daraus entstand der Orden der Zisterzienser. Somit war mit Pater Dr. Simon Schrott ein echter Glaubenszeuge vor Ort, welcher in seiner Predigt die Tiefe dieser spirituellen Verbindungen meditierte und &quot;seine ehemalige Gemeinde&quot; ermutigte, die Traditionen, das Glaubensgut und auch den Weinbau weiter und weiter an alle Generationen zu vererben und so lebendig zu erhalten.</p><p>Der begnadete ehemalige Regensburger Domspatz bereicherte den Tag auch mit seinem Gesang. So erklang das Kyrie aus der Missa de Angelis, das &quot;irische&quot; Halleluja und die gesungene Allerheiligenlitanei. Die Prozession wurde durch den Musikverein Hörstein musikalisch begleitet.</p><p>Pater Schrott spendete an der Statio im Mittleren Röderweg den Wettersegen. Dabei waren die Gläubigen von dem dort neu aufgestellten Kreuz mit Altärchen fasziniert. Dazu soll es noch in diesem Jahr eine Andacht mit Segnung geben.</p><p>Die Prozession endete am Pfarrheim St. Martin, wo das Pfarrteam zu &quot;Weck, Woi und Worscht&quot; zugunsten von Projekten der Pfarrgemeinde einlud. Dies bot auch eine gute Möglichkeit, Pater Simon Schrott im &quot;neuen Gewand&quot; zu begegnen. Das Wiedersehen war herzlich und man tauschte sich aus, wie das Leben der letzten Jahre verlief. Den Wein stifteten die Winzer. Für die Sicherheit auf dem Weg sorgte die Freiwillige Feuerwehr Hörstein.</p>]]></content:encoded><category>PR Alzenau</category><category>Wasserlos</category><category>Michelbach</category><category>Hörstein</category><category>Regionen (Dekanate)</category><category>Aschaffenburg</category><category>Ordensgemeinschaften</category><category>Wallfahrtsportal Wallfahrtsservice</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-62399</guid><pubDate>Thu, 28 Nov 2024 11:20:04 +0100</pubDate><title>Den Wohlstand hinterfragen</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/den-wohlstand-hinterfragen/</link><description>Bundesweites Netzwerktreffen der kirchlichen Klimaschutzmanager in Himmelspforten – Fachvorträge werfen kritischen Blick auf den heutigen Lebensstil – Würzburger Klimaschutzmanager erstmals dabei</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mehr als 60 Klimaschutzverantwortliche aus Bistümern und Landeskirchen, die ein Klimaschutzkonzept in Planung, Vorbereitung oder Umsetzung haben, haben sich am Dienstag und Mittwoch, 19. und 20. November, im Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten zur jährlichen Tagung getroffen. Auf dem Programm standen Fachvorträge zu gelingenden Projekten und Strategien, Neuigkeiten aus der Förderlandschaft und Austausch. Neben dem Dauerbrennerthema Gebäude und Bauen waren die Neuerungen in der Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz Schwerpunkt. Diese sei für die meisten Bistümer und Landeskirchen, die ein Klimaschutzkonzept haben, der bestimmende Rahmen, heißt es in einer Pressemitteilung.</p><p>Organisiert wird die Fachtagung auf Initiative der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft und dem dort angesiedelten Projektbüro Klimaschutz der EKD in Kooperation mit dem Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen, dem Erzbistum Berlin und dem Bistum Würzburg. Mit der zunehmenden Zahl von Klimaschutzkonzepten oder Vergleichbarem sei der Vernetzungsbedarf wie auch die Teilnehmerzahl gestiegen. Klimaschutzkonzepte oder Ähnliches gebe es mittlerweile in 17 von 20 Landeskirchen sowie 14 von 27 Diözesen. Sieben weitere Diözesen befänden sich derzeit in der Erarbeitungsphase.</p><p>Im Eröffnungsvortrag widmete sich Michael Buschka vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie dem Thema Suffizienz. Allein mit Effizienzmaßnahmen werde es nicht möglich sein, die notwendigen Ziele zu erreichen. Vielmehr seien Teile des Wohlstands zu hinterfragen – etwa der stetige Anstieg der Wohnfläche pro Person. Ein Phänomen, das auch auf kirchlich genutzte Gebäude zutreffe, deren Nutzfläche pro Kirchenmitglied ebenfalls seit Jahrzehnten ansteige. Anna-Lena Guske von der Diakonie Deutschland stellte diese Überlegungen in den Zusammenhang der Generationengerechtigkeit und wie der heutige Lebensstil die Gestaltungsmöglichkeiten künftiger Generationen einschränke.</p><p>Die weiteren Vorträge beschäftigten sich mit der Umsetzung und den Rahmenbedingungen für aktiven Klimaschutz im Bereich der Kirchen. Frederik Lottje vom Projektträger Zukunft-Umwelt-Gesellschaft stellte die Neuerungen bei den staatlichen Fördermöglichkeiten durch die Nationale Klimaschutzinitiative und die derzeitigen Schwierigkeiten bei der Antragsbearbeitung dar. Hannes Vetter von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft gab einen Einblick in den kürzlich verabschiedeten Klimaschutzbericht der Evangelischen Kirche in Deutschland.</p><p>Der zweite Tag widmete sich konkreten Themen der Energie- und Wärmewende. Klaus-Jürgen Edelhäuser vom Architektur- und Ingenieurbüro Konopatzki &amp; Edelhäuser referierte über bauphysikalisch und denkmalpflegerisch machbare Effizienzmaßnahmen an geschützten Gebäuden. Hans Reichert, Architekt bei der Evangelischen Landeskirche in Baden, und Armin Wiesinger, Klimaschutzmanager der Diözese Rottenburg-Stuttgart, zeigten mehr und weniger gelungene Beispiele von Photovoltaik-Anlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden in Baden-Württemberg. Das eine wie das andere sei in der Regel aus der Spannung zwischen der dort geltenden Photovoltaik-Pflicht im Zusammenhang mit Dachsanierungen und den Vorgaben der Denkmalbehörden entstanden. Die Auswirkungen, Handlungsoptionen und Beteiligungsmöglichkeiten für Kirchen bei den anstehenden Planungen von Wärmenetzen in Kommunen stellte Dr. Volker Stelzer vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe vor.</p><p>Ein konkretes Beispiel aus Würzburg war Inhalt des Vortrags von Sandra Räder von der Kongregation der Schwestern des Erlösers. Das Mutterhaus des Ordens wurde energetisch saniert und mit einem Dach aus Photovoltaik-Ziegeln versehen. Diese PV-Anlage gilt als die erste auf einem Großdenkmal in Bayern.</p><p>Neben dem Umweltbeauftragten des Bistums Würzburg, Christof Gawronski, der zum Vorbereitungsteam gehört, nahmen erstmals Maximilian Braun und Eva-Maria Weimann teil, die sich im Bistum die Projektstelle für Klimaschutzmanagement teilen.&nbsp;„Ein außerordentlich gelungenes und aufschlussreiches Format für Vernetzung, Austausch und Wissensgewinn“, nannte Weimann die Klimaschutztagung. „Die spannenden Referate und das fantastische Ambiente haben die beiden Tage für mich zu einem großen Gewinn werden lassen. Lehrreich, informativ und mit zahlreichen Synergieeffekten für unsere zukünftige Arbeit im Bereich Klimaschutzmanagement in der Diözese Würzburg.“ Braun stellte fest: „Es war für mich sehr interessant, zum ersten Mal an der Klimaschutztagung im Tagungshaus Himmelspforten teilzunehmen. Die Veranstaltung hat mir nicht nur fachlich weitergeholfen, sondern auch gezeigt, wie wichtig der Austausch mit Kollegen aus anderen Bistümern ist. Ich freue mich darauf, die gewonnenen Impulse in meine Arbeit als Klimaschutzmanager für das Bistum Würzburg einzubringen.“</p><p>(4924/1262; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-60785</guid><pubDate>Mon, 05 Aug 2024 14:57:37 +0200</pubDate><title>Viele Ideen rund um den Klimaschutz</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/viele-ideen-rund-um-den-klimaschutz/</link><description>Infoshop der Fachstelle „Schöpfungsverantwortung und Klimaschutz“ für Mitarbeitende der Diözese Würzburg – Weitere Workshops geplant</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Mit dem Klimaschutzkonzept des Bistums haben sich rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese Würzburg bei einem Infoshop zum Thema „Umwelt und Klimaschutz“ befasst. Der diözesane Klimaschutzmanager Maximilian Braun und sein Team boten den Infoshop im Rahmen des „Tags der Beschäftigten“ Anfang Juli an.</p><p>Zwei Mitarbeitende der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) stellten das Konzept vor. Dann leitete Christof Gawronski, Umweltbeauftragter der Diözese, in die Arbeitsphase mit vier Themenschwerpunkten über: Gebäude, Mobilität, Beschaffung sowie Kommunikation und Bildung. Interessierte konnten zu jeweils zwei Punkten Hinweise geben und Impulse setzen. Beim Thema „Beschaffung“ sei über Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung und über den Kauf von gebrauchten Geräten diskutiert worden, schreibt Gawronski. Welche Anreize es geben könnte, um bei der Fahrt zur Arbeit oder bei Dienstfahrten auf das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen, war Thema im Bereich „Mobilität“. Angeregt worden seien beispielsweise überdachte Fahrradabstellplätze. Mit Blick auf Gebäude sei es vor allem um Energieverbrauch und -erzeugung sowie Einsparmöglichkeiten gegangen, sowohl im laufenden Betrieb wie auch bei Sanierungen. Unter „Kommunikation und Bildung“ wurden Ideen gesammelt, wie man Informationen zugänglich und ansprechend aufbereiten könne. Genannt worden seien unter anderem ein Klima-ABC für die Diözese, Wettbewerbe für gute Beispiele oder auch – mit einem Augenzwinkern – Freigetränke als Anreiz für klimaschonendes Verhalten</p><p>Bei der Schlussbetrachtung sei deutlich geworden, dass diese Form der Beteiligung sehr wertgeschätzt worden sei und echte Teilhabe ermögliche, da die Ergebnisse auch ins Klimaschutzkonzept einfließen. Auch in Zukunft wolle das Team um Braun auf die Expertise der Haupt- und Ehrenamtlichen in den verschiedenen Bereichen der Diözese setzen und bitte deshalb um rege Einbringung und Mitarbeit. In den kommenden Wochen soll es hierfür weitere Workshops und Beteiligungsmöglichkeiten geben. „Klimaschutz funktioniert nur, wenn alle mitmachen und sich auch mitgenommen fühlen“, sagte Braun.</p><p><strong><em>Stichwort: Klimaschutzkonzept der Diözese Würzburg</em></strong></p><p>Das Klimaschutzkonzept für die Diözese Würzburg wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Unterstützt durch die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) als externem Partner, leitet der Klimaschutzmanager das Projekt. Ziel ist es, den Zeitpunkt und den Weg zur Klimaneutralität im Bistum Würzburg zu erarbeiten. Die Veröffentlichung des Klimaschutzkonzepts ist für die zweite Jahreshälfte 2025 geplant.</p><p>(3224/0835; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-60243</guid><pubDate>Fri, 28 Jun 2024 12:38:30 +0200</pubDate><title>Lebensraum für Speierling, Elsbeere und Hirschkäfer</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/lebensraum-fuer-speierling-elsbeere-und-hirschkaefer/</link><description>„Quer-Wald-ein“-Exkursion der Katholischen Landvolkbewegung Würzburg durch den Kirchenwald „Heiligenhölzchen“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Güntersleben </strong>(POW) Auf den ersten Blick sieht der Stiftungswald „Heiligenhölzchen“ zwischen Güntersleben und Thüngersheim aus wie jeder andere Wald. Doch wer das 22 Hektar große Waldstück betritt, entdeckt schnell, dass hier manches anders ist. Zumal, wenn man mit einem Fachmann wie dem Würzburger Stadtförster Karl-Georg Schönmüller unterwegs ist, der sich als Waldbeauftragter seit mehr als 30 Jahren um dieses Kleinod kümmert. So gab es auch für die Gruppe von zwölf Waldbegeisterten viel zu entdecken, die Mitte Juni an der „Quer-Wald-ein“-Exkursion der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Würzburg teilnahm. „Kirchen als Waldbesitzer sind dem Schutz der Schöpfung in besonderer Weise verpflichtet“, hieß es in der Einladung zu der Exkursion mit dem Titel „Artenvielfalt erleben: Alternative Forstwirtschaft im Kirchenwald Güntersleben“.</p><p>Der Kirchenwald ist ein typisch fränkischer Wald, wie er früher einmal war. Das heißt, es gibt kaum Nadelholz, dafür viele Laubbäume und Unterholz. Da Schönmüller und seinem Team von Ehrenamtlichen nicht nur der Erhalt dieser Waldstruktur, sondern auch die Förderung der biologischen Vielfalt am Herzen liegt, werden hier auch seltene Bäume wie Speierling, Elsbeere und Wildbirne gepflanzt. Darüber hinaus werden Bäume und Totholz kartiert. Für ihr Engagement wurde die Kirchenstiftung Sankt Maternus in Güntersleben, in deren Besitz sich das „Heiligenhölzchen“ befindet, 2016 mit dem Bayerischen Biodiversitätspreis des Umweltministeriums ausgezeichnet.</p><p>Erste Station war eine mächtige, etwa 200 bis 300 Jahre alte Eiche am Waldesrand. „Bäume sind für uns die einzige lebendige Verbindung in die Vergangenheit“, sagte Schönmüller. Mit ihrer ausladenden Krone und dem kurzen Stamm erinnert dieser Baum an Eichen im Mittelalter. Damals sei das Vieh zur Fütterung in den Wald getrieben worden. „Unter Eichen wachsen die besten Schinken“, zitierte er ein lange gültiges Sprichwort, denn Schweine gediehen besonders gut, wenn sie viele Eicheln fressen. Alle fünf bis sieben Jahre gibt es ein „Mastjahr“ mit besonders vielen Eicheln – und früher mit entsprechend üppigem Schinken.</p><p>Danach ging es quer durch den Wald. Diesen zu verjüngen, ist dem ehrenamtlich tätigen Waldbeauftragten der Kirchenstiftung ein wichtiges Anliegen. So werden etwa „kleine Lichtschächte“ angelegt, damit der Wald von unten nachwachsen kann. Denn einen Wald auf einer Kahlfläche neu anzulegen, ist nach seinen Worten „sehr schwierig“. Auf einer Lichtung machte Schönmüller Halt und las eine Passage aus der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus vor. Auf die Frage, welche Beziehung sie zum Wald haben, wurde deutlich, dass für die meisten Teilnehmenden der Wald eine besondere Bedeutung hat, sei es, weil sie selbst Waldbesitzer sind, sei es, weil sie von Kindheit an positive Erfahrungen mit dem Wald sammeln durften.</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/SncKIGB19BA?si=LTPpdgn7S6eEUJOK" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p>Schönmüller wies auf die Bedeutung des Waldes gerade in Zeiten des Klimawandels hin. Holz sei nach seinen Worten der einzige nachwachsende Rohstoff und somit nach wie vor ein wichtiger Baustoff. Zudem nehme der Wald Energie auf und kühle sein Umfeld wie „eine kleine Klimaanlage“. In Würzburg wäre es ohne Wald vier bis fünf Grad wärmer. Dabei habe sich in den vergangenen Jahren gezeigt, wie gut manche Baumarten extreme Hitze und Dürre aushalten. „Das hat mich überrascht“, gestand Schönmüller. Vor allem Eichen zeigten sich, ebenso wie der Feldahorn, sehr widerstandsfähig. Die bis zu 150 Jahre alten Buchen im „Heiligenhölzchen“ kämen mit den geänderten klimatischen Bedingungen allerdings weniger gut zurecht, etliche seien bereits abgestorben. Doch damit seien sie nicht nutzlos. Sie dienen zum Beispiel als Nährstofflieferanten, bieten Kleintieren und Käfern Lebensraum und sind wichtig für die Entwicklung von Larven, etwa der des sehr seltenen Hirschkäfers, der dort schon gesichtet wurde.</p><p>Auch der Waldboden wurde in Augenschein genommen. Er ist sehr steinig, aber im Gegensatz zum Acker- oder Weinbergsboden ursprünglich und unbehandelt durch den Menschen. Der Wald schützt den Boden sowohl vor Erosion als auch Austrocknung. Allerdings sei der Boden gefährdet, denn Straßenbau, Industrie und Häuser fordern einen hohen Tribut. Schönmüller erklärte, dass jeden Tag allein in Bayern eine Fläche von 17 Fußballfeldern neu versiegelt werde und somit der Natur nicht mehr zur Verfügung stehe. Dazu komme, dass wertvoller Boden wie Löß durch Wind und Wasser abgetragen werde. Wenn sich zum Beispiel der Main nach starkem Regen braun färbe, werde Boden abgeschwemmt und versande dann irgendwann in der Nordsee.</p><p>Nach rund zwei Stunden Marsch durch den Wald schenkte Schönmüller an der letzten Station Wein aus. Er erinnerte daran, dass sich der Name der in Franken vielfach angebauten Rebsorte „Silvaner“ vom Lateinischen „silva“ ableite, was Wald bedeute. Zum Abschluss trug eine Teilnehmerin ein Gedicht vor, das von einer Buche und deren Bewohnern handelte.</p><p class="text-right"><em>ws (POW)</em></p><p>(2724/0681; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>POW</category><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-59384</guid><pubDate>Wed, 24 Apr 2024 14:13:51 +0200</pubDate><title>Steuerungsrunde für diözesanes Klimaschutzkonzept konstituiert</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/steuerungsrunde-fuer-dioezesanes-klimaschutzkonzept-konstituiert/</link><description>Energieinitiative „LIMIT25“ geht in Phase 2</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Im Würzburger Burkardushaus hat sich die Steuerungsrunde für das diözesane Klimaschutzkonzept konstituiert. Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran dankte der abteilungsübergreifend zusammengestellten Runde, die das Projekt beratend und unterstützend begleitet. Ziel ist es, zu erarbeiten, wann die Diözese mitsamt der Kirchenstiftungen weitgehend CO2-neutral sein kann und mit welchen Maßnahmen das realistischerweise erreicht wird.</p><p>Bereits Ende 2021 wurde hierzu ein Fördermittelantrag beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gestellt. Im Rahmen der Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative wird für zwei Jahre eine Projektstelle und die Begleitung durch einen externen Dienstleister mit 75 Prozent bezuschusst. Die Veröffentlichung des Klimaschutzkonzeptes ist für Mitte 2025 geplant.</p><p>Dr. Carolin Banašek-Richter und Dr. Oliver Foltin von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg haben die externe Prozessbegleitung übernommen. Sie informierten die Runde über den gesamten Projektverlauf nach den Vorgaben der Förderrichtlinie.</p><p>Intensiv diskutiert wurde das erste Arbeitspaket der Erstellung einer Energie- und Treibhausgasbilanz für das Bistum. Die Daten, die in den Jahren 2018 bis 2020 im Rahmen der Energieinitiative „LIMIT25-Phase&nbsp;1“ erhoben wurden, müssen fortgeschrieben werden. Das ist vor allem auch durch die geänderten Verbrauchsbedingungen nötig, die sich nach Corona, durch kriegsbedingt hohe Energiepreise und letztlich auch Weichenstellungen durch die neuen Bauzuschussrichtlinien der Diözese ergeben haben. Neben der Verwendung einzelner an verschiedenen Stellen des Bischöflichen Ordinariates vorliegender Daten wurde entschieden, über die Verwaltungsreferentinnen und -referenten einen repräsentativen Querschnitt der Kirchenverwaltungen um die Strom- und Heizungsrechnungen der Jahre 2021 bis 2023&nbsp;zu bitten. Damit wird eine Hochrechnung für das gesamte Bistum erstellt. Kirchenverwaltungen, die das Projekt unterstützen möchten, können Scans oder Kopien der Rechnungen an ihr jeweiliges Dekanatsbüro senden. Für die kommenden Jahre werden Mechanismen gesucht, wie die Bilanz mit geringem Aufwand fortgeschrieben werden kann und die Entwicklung hin zur Treibhausgasneutralität ablesbar ist.</p><p>In den kommenden Monaten wird außerdem die Basis für die Startbilanz in den Bereichen Mobilität und Beschaffung gelegt. In der Folge werden Möglichkeiten und Strategien analysiert, um Handlungsfelder zu priorisieren. Zum Erstellen des Maßnahmenplanes wird es Workshops mit den verschiedenen wichtigen Akteuren im Bistum geben, um deren Kompetenz mit einzubeziehen. Den Abschluss der Arbeiten vor der Veröffentlichung des Konzeptes bildet die Entwicklung von Strategien, die den Prozess langfristig verstetigen. Parallel dazu ist regelmäßige Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen.</p><p>Generalvikar Vorndran betonte die Notwendigkeit des Prozesses aus dem kirchlichen Auftrag zur Schöpfungsverantwortung. Nicht erst seit den Schreiben „Laudato si'“ und „Laudate Deum“ von Papst Franziskus sei die Bewahrung der Schöpfung ein wesentlicher Aspekt christlichen Handelns. Nicht zuletzt trieben auch finanzielle Erwägungen zu verstärktem Engagement. Der Arbeitsgruppe wünschte er Ausdauer für die detailreichen Diskussionen und schloss mit Blick auf die verschiedenen Meilensteine und Entscheidungen: „Ich werde sicher nicht das letzte Mal mit Ihnen in dieser Runde zusammensitzen.“</p><p>Die Vertreterinnen und Vertreter in der Steuerungsrunde wurden in der Projektplanung mit Blick auf die verschiedenen relevanten Bereiche in Bistum und Diözesanverwaltung zusammengestellt. Mitglieder der Steuerungsrunde sind: Christof Brod (Referent des Generalvikars), Gerald Düchs (Stabsstelle Controlling), Ordinariatsrat Diakon Dr. Martin Faatz (Leiter Hauptabteilung Zentrale Aufgaben), Wolfgang Fähr (Kirchenpfleger, Mitglied im Diözesansteuerausschuss), Bernhard Lutz (stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge), Claudia Santostefano (Koordinatorin der Verwaltungsreferent(inn)en), Wolfgang Schuberth (Hauptabteilung Bildung und Kultur), Bernhard Schweßinger (Pressesprecher) und Bernd Wolfrum (Abteilung Liegenschaften und Bau). Die Projektleitung liegt bei der Projektstelle Klimaschutzmanager(in), die derzeit neu besetzt wird. Projektverantwortlich ist Christof Gawronski, Umweltbeauftragter der Diözese.</p><p>(1824/0454; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-56452</guid><pubDate>Wed, 20 Sep 2023 09:06:38 +0200</pubDate><title>(Update 15.03.2024) „Wichtig ist, dass jetzt wirklich etwas passiert“</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/wichtig-ist-dass-jetzt-wirklich-etwas-passiert-2/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung unterzeichnet mit Vertretern von „Christians for Future“ und weiteren christlichen Klimaschützern das Statement „Unsere Verantwortung für die Schöpfung wahrnehmen“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) „Wichtig ist, dass jetzt wirklich etwas passiert.“ Das hat Bischof Dr. Franz Jung am Dienstag, 12. September, bei der Unterzeichnung des Statements „Unsere Verantwortung für die Schöpfung wahrnehmen“ im Würzburger Bischofshaus betont. Das Statement bringt „Christians for Future“ sowie christliche Klimaschützerinnen und Klimaschützer zusammen. Darin heißt es unter anderem: „Gemeinsam wollen wir daran mitwirken, die Sorge für die Erde als unser gemeinsames Haus als Grundhaltung zu praktizieren und anderen zu vermitteln sowie eine neue universale Solidarität zu leben, die aus der Beziehung zu Gott und allen seinen Geschöpfen erwächst.“</p><p>Mit dem Bischof unterschrieben Birgit Hohm („Parents for Future“), Benediktinerbruder Julian Glienke von der Abtei Münsterschwarzach („Christians for Future“), Anja Mantel, stellvertretende Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg, und Christof Gawronski, Umweltbeauftragter der Diözese Würzburg. Teil der Gruppe von „Christians for Future“, die den Text erarbeitet hat, waren zudem Christina Bartholomé von „Christians for Future Würzburg“, Felix Groß, Umweltbeauftragter der Erlöserschwestern, Jule Hack, ehrenamtliche Diözesanvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), Schwester Beate Krug, Umweltbeauftragte der Oberzeller Franziskanerinnen, Manuel Rettner, ehrenamtlicher Diözesanvorsitzender der KLJB, und Privatdozent Dr.&nbsp;Stefan Silber (Universität Vechta und Arbeitskreis Óbidos).</p><p>Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner rufen dazu auf, die Verantwortung für die Erde „als unser gemeinsames Haus“ wahrzunehmen und sie mit größerer Entschiedenheit zu schützen. Klima- und Umweltschutz müsse dabei sozial gerecht gestaltet werden. „Deshalb wollen wir als Bistum Würzburg und als umweltbewegte Christ:innen prophetische Stimme sein und unsere Einflussmöglichkeiten wahrnehmen, sei es im persönlichen Gespräch mit Politiker:innen, in Solidaritätsbekundung mit Initiativen wie Christians for Future oder Churches for Future oder in der Förderung der weltkirchlichen Zusammenarbeit bei diesem Thema“, heißt es in dem Statement.</p><p>Konkret rufen die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unter anderem dazu auf, das eigene Handeln als Kirche zu hinterfragen und die Maßnahmen im Bereich Klimaschutz zu verstärken. Als Beispiele werden energetische Sanierungen, Umweltmanagementsysteme oder die Einrichtung von Umwelt- und Klimaschutzbeauftragten genannt. „Schöpfungsverantwortung und Klimaschutz sollen unser alltägliches Handeln bestimmen und zu zentralen Themen innerhalb des Bistums Würzburg und der kirchlichen Institutionen und Organisationen werden. Wir wollen das Thema zu den Menschen bringen und den Bewusstseinswandel fördern.“ Dazu gehöre es, Schöpfungsverantwortung in Liturgie und Spiritualität wie auch in der Berufsausbildung und der Weiterbildung von Führungskräften zu thematisieren. Schließlich treten die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner ein für eine ökologische Spiritualität, „die in dem Bewusstsein besteht, dass jedes Geschöpf Gott als den Schöpfer widerspiegelt und wir mit allen Wesen unserer Erde eine allumfassende Gemeinschaft bilden, ein Lebensnetz, das uns nur solange trägt, wie wir es schützen“.</p><p>Die Idee zu einem gemeinsamen öffentlichen Statement für Schöpfungsbewahrung und Klimagerechtigkeit war bei einem Treffen von Bischof Jung mit Vertreterinnen und Vertretern von „Christians for Future“ im Dezember 2022 entstanden. Man wolle damit eine breitere Öffentlichkeit erreichen, erklärte Hohm. Kirche müsse konkrete Schritte tun, ergänzte Glienke: „Das ist unsere Verantwortung für die kommenden Generationen.“ Stärke könne durch die Solidarität vieler Gemeinden, Verbände und Organisationen erreicht werden, sagte Gawronski und rief alle, die sich dem Klimaschutz verpflichtet fühlen, dazu auf, sich dem Statement anzuschließen.</p><p>Wer sich dem Statement anschließen und es unterzeichnen möchte, kann sich bei Christof Gawronski melden, Telefon 0931/38665130, E-Mail&nbsp;<a href="mailto:umweltbeauftragter@bistum-wuerzburg.de">umweltbeauftragter@bistum-wuerzburg.de</a>. Die aktualisierte Unterschriftenliste wird im Internet unter&nbsp;<a href="http://umwelt.bistum-wuerzburg.de/" target="_blank">umwelt.bistum-wuerzburg.de</a>&nbsp;veröffentlicht.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(3823/1010; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong>&nbsp;Foto abrufbar im Internet</em></p><p>Quelle: Pressestelle</p>]]></content:encoded><category>Fachstelle Schöpfungsverantwortung und Klimaschutz</category><category>! Kategorien für alle (verteilen ins ganzen System)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-52885</guid><pubDate>Tue, 18 Oct 2022 19:30:00 +0200</pubDate><title>Ringvorlesung &quot;Mensch &amp; Tier - im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit&quot; </title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/ringvorlesung-mensch-tier-im-mittelalter-und-in-der-fruehen-neuzeit-1/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Beginn: Dienstag, 18.10.2022, 19.30 Uhr, Toscanasaal der Residenz (Südflügel), Residenzplatz 2a, 97070 Würzburg</p><p>Menschen und Tiere teilen sich bis heute in engster Zuordnung Lebensraum und Lebensgrundlagen. Eine breite Palette tierischer Produkte trug und trägt zur Existenzsicherung des Menschen bei. Die Haltung von Tieren in Menschenhand in der Vormoderne war primär geprägt von ihrer agrarischen und militärischen Nutzung, aber auch als Spielgefährten, Jagdgenossen oder Unterhaltungskünstler im menschlichen Haushalt wurden Tiere geschätzt und dienten nicht zuletzt der Statusrepräsentation. Die spannungsreiche Beziehung zwischen Mensch und Tier ist auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften erst in jüngerer Zeit in den Fokus des Interesses gerückt, hat sich inzwischen aber als Forschungsfeld unter dem Dach der inter- und transdisziplinären Human-Animal-Studies etabliert. Durch die Ringvorlesung soll hierzu ein Beitrag geleistet werden, indem in zwölf Vorträgen beispielhaft einzelne Aspekte des Mensch-Tier-Verhältnisses vorgestellt werden aus historischer, kunsthistorischer, literaturwissenschaftlicher und rechtshistorischer Perspektive.</p><p>Bitte melden Sie sich unter ringvorlesung.mfn@uni-wuerzburg.de an, damit wirSie informieren können, falls die Veranstaltung nicht in Präsenz stattfinden kann.</p><p><strong>Organisation und Kontakt:</strong><br />Prof. Dr. Brigitte Burrichter, brigitte.burrichter@uni-wuerzburg.de, Lehrstuhl für Französische und Italienische Literaturwissenschaft<br />Prof. Dr. Martina Giese, l-mittelalter@uni-wuerzburg.de, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und Historische Grundwissenschaften</p><p><strong>Nähere Informationen </strong>zur Veranstaltung entnehmen Sie der angehängten Ausschreibung oder dem <a href="https://www.domschule-wuerzburg.de/kuferweb/webbasys/index.php?kathaupt=11&amp;knr=22-AK-142&amp;kursname=Mensch+und+Tier&amp;katid=0" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Veranstaltungslink</a>.</p>]]></content:encoded><category>Fachstelle Schöpfungsverantwortung und Klimaschutz</category><category>! Kategorien für alle (verteilen ins ganzen System)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-52651</guid><pubDate>Mon, 26 Sep 2022 10:55:35 +0200</pubDate><title>Wie Nachhaltigkeit in unseren Alltag einziehen kann</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/wie-nachhaltigkeit-in-unseren-alltag-einziehen-kann/</link><description>Erstes Zukunftshaus Deutschlands eröffnet</description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height:108%">Am 01.10.2022 um 10:00 ist es soweit: das erste Zukunftshaus Deutschlands öffnet seine Türen. In der Augustinerstr. 4 in Würzburg werden die Menschen dann diverse Dinge mieten und tauschen, defekte Geräte zum Reparieren abgeben und nachhaltige Produkte kaufen können. „Nachhaltig“ ist dabei klar und transparent definiert, denn den Gründern ist es wichtig, warum es ein bestimmtes Produkt im Zukunftshaus gibt. „Wir haben klare Kriterien, wie Art und Herkunft der Rohstoffe oder den Herstellungsort, welche alle am Produkt selbst und über einen QR-Code einsehbar sind“, erläutert Matthias Pieper, einer der drei geschäftsführenden Vorstände der Zukunftshaus eG, welche das Zukunftshaus betreibt. Durch lange Recherche wurden die nachhaltigsten Produktalternativen gefunden, welche jetzt im Zukunftshaus stehen. Dabei reicht das Sortiment von Kleidung über Haushalt, Schreibwaren, IT und Lebensmitteln bis zu Kosmetik und Reinigung. „Bei uns gibt es fast alles, nur eben nachhaltig“, bringt es Ulrich Emmerling, der Vorstandskollege von Pieper auf den Punkt.</span></p><p><span style="line-height:108%">Das Besondere ist aber nicht nur der starke Nachhaltigkeitsfokus, sondern die weiteren Bereiche. So können sich die Menschen über 200 Dinge tageweise mieten, wie bspw. eine Eismaschine, eine Schleifmaschine, eine Lichtanlage oder ein Kinderautositz. Die Produkte können dabei über die Webseite in einem Mietshop reserviert werden, damit das Zelt für den nächsten Urlaub auch sicher da ist, wenn es gebraucht wird. „Durch das Mieten sparen die Menschen Geld und die Natur wertvolle Ressourcen“, sagt Lisa Spängler, die dritte Vorständin und ergänzt: „Uns war es wichtig, eine alltagstaugliche Alternative vom herkömmlichen Konsummuster aus Kaufen-Besitzen-Wegwerfen zu schaffen“. Dazu passen auch die beiden anderen Bereiche: Tauschen und Reparieren.</span></p><p><span style="line-height:108%">Der gemeinnütze Verein Zukunftswerk e.V. betreibt in zwei Räumen im Zukunftshaus einen dauerhaften Tauschmarkt, welcher eher ein „Kreislaufmarkt“ ist, wie Kaja Jurak erklärt, die Vorsitzende des Vereins: „Es ist kein eins-zu-eins Tausch, sondern Abgabe und Mitnahme der Gegenstände sind unabhängig voneinander, das heißt ich kann auch nur etwas bringen oder nur etwas mitnehmen“. In einem Raum kann immer guterhaltene Kleidung abgegeben werden (für Kinder und Erwachsene), im anderen Raum wechselt jeden Monat das Thema. Los geht es mit Haushalt, gefolgt von Herbstdeko und Skiausstattung. Die Abgabe ist auf fünf Teile pro Person und Thema begrenzt und die Dinge werden bei Abgabe angeschaut, damit nur guterhaltene Produkte in den „Kreislaufmarkt“ kommen. Denn nur so funktioniert die Idee und jede und jeder kann etwas Schönes für sich finden.</span></p><p><span style="line-height:108%">Der Bereich Reparatur ist der vierte Bereich des nachhaltigen Angebots. Die Zukunftshaus eG tritt dabei als Vermittlerin auf und leitet defekte Elektrogeräte wie Mixer, Radio oder Lampen sowie „alles was mechanisch repariert werden kann“ an ehrenamtliche und kleingewerbliche Reparateur:innen weiter, welche dann die Reparatur übernehmen.</span></p><p><span style="line-height:108%">Ab dem 01.10. ist das Zukunftshaus als erstes in ganz Deutschland täglich von 10:00 bis 18:00 geöffnet. Am Eröffnungstag wird es u.a. Live-Musik und ein Glücksrad geben.</span></p><p><span style="line-height:108%">Durch sein breites, komplett an Nachhaltigkeit ausgerichtetes Angebot geht das Zukunftshaus neue Wege. Wir dürfen gespannt sein, wie es bei der Bevölkerung angenommen wird. Mehr Informationen unter www.zukunftshaus-wuerzburg.de</span></p><p><span style="line-height:108%">Kontakt: Zukunftshaus eG, Augustinerstr. 4, 97070 Würzburg, 0931-660-80 480, <font color="#0563c1"><u><a href="mailto:genossenschaft@zukunftshaus-wue.de">genossenschaft@zukunftshaus-wue.de</a></u></font>, Ansprechpartner: Matthias Pieper</span></p>]]></content:encoded><category>Fachstelle Schöpfungsverantwortung und Klimaschutz</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-52375</guid><pubDate>Thu, 25 Aug 2022 17:19:35 +0200</pubDate><title>Energiespar-Tipps für Kirchengemeinden</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/energiespar-tipps-fuer-kirchengemeinden/</link><description>Das Bistum Würzburg hält Energiespar-Tipps für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen bereit. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Nach den Worten des Umweltbeauftragten der Diözese Würzburg, Christof Gawronski, lassen die aktuellen Entwicklungen viele haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen mit Sorge auf den Winter schauen. „Können wir es ethisch vertreten, unsere Kirchen zu heizen, wenn dafür im Kindergarten die Temperatur heruntergedreht werden muss? Können wir uns das in der jetzigen Situation überhaupt leisten, in gewohnter Weise Energie zu verbrauchen?“, fragten sich die Gemeinden.</p><p>Insgesamt sei es sehr wichtig, dass möglichst viele in den nächsten Monaten aufmerksam seien und prüften, wo sich Verbesserungen und Einsparungen erreichen ließen. Große technische Erneuerungen seien auf die Schnelle nicht möglich, sagt Gawronski. „Aber es gibt jede Menge Möglichkeiten mit kleinen kostengünstigen oder sogar kostenfreien Maßnahmen in Summe zwischen fünf und 20 Prozent Energie einzusparen.&quot;</p><h3><strong>Energiespar-Tipp Nummer 1:<br />Außenbeleuchtung - schön, aber nicht immer nötig</strong></h3><p>Viele schöne historische Gebäude wie Gotteshäuser werden abends und nachts angestrahlt, um ein schönes Ambiente zu schaffen. In der jetzigen Situation ist so etwas aber meist Luxus.</p><ul><li>Dort, wo Kirchenstiftungen selbst zuständig sind, sollte geprüft werden, ob die Beleuchtung abgestellt werden kann.</li><li>Häufig sind Kommunen zuständig - hier sollten die Kirchenverwaltungen auf die Kommunen zugehen und die Möglichkeiten besprechen.</li><li>Überall, wo die Beleuchtung sicherheitsrelevant ist - etwa weil sie mit der Gehweg-, Straßen- oder Platzbeleuchtung verbunden ist - sollte die Beleuchtung eingeschaltet bleiben.</li><li>In Bayern gilt aus Artenschutzgründen ein Verbot, öffentliche Gebäude nach 23 Uhr anzustrahlen. Dort, wo das noch nicht eingehalten wird, sollte die Gelegenheit genutzt werden, die Einstellungen für später anzupassen oder die Voraussetzungen dafür zu schaffen.</li><li>Auch an die kleinen Beleuchtungen denken, die nicht sicherheitsrelevant sind - beispielsweise Schaukästen.</li><li>Prüfen, ob die Wegebeleuchtungen am Pfarrheim und anderen kirchlichen Gebäuden effektiv sind: Könnte etwa eine gut nach unten leuchtende Lampe drei nach oben oder in alle Richtungen leuchtende Lampen ersetzen?</li></ul><h3><strong>Energiespar-Tipp Nummer 2<br />Urlaub und Schließzeiten - ​​​​​​Den Arbeitsplatz verlassen</strong></h3><p>Energiespar-Tipps für das Büro</p><ul><li>Peripheriegeräte am Computer: Bildschirm, Drucker ohne Faxfunktion ganz ausschalten.</li><li>Ladekabel von Laptops und Smartphones von der Leitung trennen.</li><li>Prüfen, ob es möglich ist, Kühlschränke in Teeküchen zu leeren und auszuschalten.</li><li>Wasserboiler und Untertisch-Durchlauferhitzer ausschalten oder vom Stromnetz trennen.</li></ul><p>Energiespar-Tipps für Gebäude:</p><ul><li>Zentrale Warmwasserbereitung ausschalten.</li><li>Zirkulation ausschalten.</li><li>Lüftungsanlagen herunterdrehen oder ausschalten (gegebenenfalls regelmäßig stoßlüften).</li></ul><h3><strong>Energiespar-Tipp Nummer 3<br />Auch kaltes Wasser macht sauber</strong></h3><ul><li>Warmwasser ist nicht überall nötig und kann deshalb in der Regel an der Zuleitung zum Handwaschbecken abgedreht werden.</li><li>Ein-Arm-Mischer haben überall dort Vorteile, wo Warmwasser wirklich gebraucht wird. An anderen Stellen provozieren sie aber, dass immer ein bisschen Warmwasser verwendet wird, weil der Hebel meist in der Mitte steht.</li><li>Gästebereiche von Pfarrheimen, Büros und auch Kindergärten brauchen nicht unbedingt Warmwasser.</li><li>&nbsp;Möglich wäre im Kindergarten, Warmwasser für besondere Fälle (etwa bei besonders matschigen Händen) nur an einer Stelle für die Kinder bereitzuhalten</li><li>Vorgeschrieben ist Warmwasser auf jeden Fall im Küchenbereich, im Wickelbereich oder an anderen hygienisch sensiblen Stellen.</li></ul><h3><strong>Energiespar-Tipp Nummer 4<br />Hell und angemessen - Beleuchtung in Büro- und Versammlungsräumen</strong></h3><p>Neben dem Ersatz von herkömmlichen Leuchten durch effiziente LED-Leuchtmittel gibt es noch weitere Möglichkeiten, bei der Beleuchtung Energie einzusparen.</p><ul><li>Mehrere Leuchtmittel in der Lampe: In Büroräumen ist es häufig üblich, zwei Leuchtstoffröhren in einer Lampe zu haben. Für die Ausleuchtung des Zimmers bringt das selten einen Mehrwert. Lediglich an einer Stelle ist es etwas heller. Häufig sind die Doppelleuchten auf der Fensterseite, wo sowieso meist etwas Licht herkommt, und nicht auf der dunkleren Seite des Zimmers. Probieren Sie aus, ob eine Leuchtstoffröhre ausreicht.</li><li>Schalter beschriften: Eine gute Kennzeichnung hilft, gleich die richtigen Lampen anzuschalten und nicht alles durchzuprobieren oder sogar anzulassen.</li><li>Prüfen Sie bei beweglichen Lampen, ob mit einer besseren Einstellung am Schreibtisch zusätzliche Leuchten ausgeschaltet bleiben können.</li><li>Prüfen Sie bei Bewegungsmeldern, ob ohne Einschränkungen bei der Sicherheit die Drehregler für die Leuchtdauer und den Dämmerungssensor angepasst werden können.</li><li>In sicherheitsrelevanten Bereichen, wie Treppenhäusern, sollte nur sehr vorsichtig gespart werden.</li></ul><p>Hinweis: Handlungsempfehlungen für Kirchenheizungen sind derzeit in Arbeit und werden im Herbst rechtzeitig zu Beginn der Heizperiode veröffentlicht.</p>]]></content:encoded><category>Fachstelle Schöpfungsverantwortung und Klimaschutz</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-49737</guid><pubDate>Thu, 23 Dec 2021 08:21:36 +0100</pubDate><title>„Kirche in Bayern“: Von Klima bis Krippe</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/kirche-in-bayern-von-klima-bis-krippe/</link><description>Würzburg (POW) Was zwei Beobachter der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) bei der Weltklimakonferenz in Glasgow erlebt haben, darüber berichtet das ökumenische Fernsehmagazin „Kirche in Bayern“ am zweiten Weihnachtstag, Sonntag, 26. Dezember.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Ist Religion eigentlich nachhaltig? Und welche Rolle spielt der Klimaschutz? An der Universität Bamberg fand dazu im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche ein Thementag statt. In digitalen Vorträgen wurde unter anderem thematisiert, wie nachhaltiges Handeln als Christ und Christin aussehen kann. In der von Bernadette Schrama moderierten Sendung geht es außerdem um die Krippe in Kiefersfelden. Dass für eine einzelne Weihnachtskrippe gleich ein ganzer Förderverein gegründet wird, kommt eher selten vor. In dem Ort an der Grenze zu Österreich haben krippenbegeisterte Pfarreimitglieder genau das gemacht. Die Krippe lockt noch bis Anfang Februar Besucher aus Nah und Fern an. Oft wird an Weihnachten viel gekocht und es bleibt auch viel übrig. Damit das nicht zu lange im Kühlschrank wartet und dann doch weggeworfen wird, gibt ein Beitrag Rezeptideen für Reste. In der Reihe „Mein Lieblingsplatz&quot; stellt Mesnerin Gerlinde Zeitler beim Aufbau der Landschaftskrippe in der Sankt-Bartholomäus-Kirche im oberfränkischen Bindlach Gedanken über das Geschenk an, das uns vor mehr als 2000 Jahren von Gott gegeben wurde: die Geburt von Jesus Christus. Der Münchener Kardinal Reinhard Marx spricht einen Weihnachtsimpuls, und den Abschluss der Sendung bildet das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“, gesungen von Jenavieve Moore-Steiner, begleitet von Bartholomäus Prankl in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Prien am Chiemsee. „Kirche in Bayern“ ist nahezu flächendeckend in ganz Bayern zu sehen, und zwar sonntags jeweils auf den Lokalsendern. Nähere Informationen im Internet unter&nbsp;<a href="http://www.kircheinbayern.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.kircheinbayern.de</a>.</p><p>(0122/0002; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Umwelt</category><category>Kurzmeldungen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-49720</guid><pubDate>Wed, 22 Dec 2021 08:18:04 +0100</pubDate><title>Gutes für sich und die Schöpfung</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/gutes-fuer-sich-und-die-schoepfung/</link><description>Weihnachten umweltfreundlich gestalten – Umweltbeauftragter der Diözese gibt Tipps</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Nachhaltigkeit ist auch in diesem Jahr wieder ein großes Thema. So stellt sich die Frage, wie man Weihnachten nachhaltiger gestalten kann. „Wir können sehr wenig Dinge tun, ohne dass es Umweltfolgen hat“, erklärt Christof Gawronski, Umweltbeauftragter der Diözese. „Das Umweltfreundlich“ gebe es nicht. Aber man könne sich fragen: Was brauche ich wirklich? Was kann ich tun, damit es möglichst wenige Umweltprobleme auslöst?</p><p>Viele Christbäume werden eigens für Weihnachten angebaut. Auch wenn das für die Umwelt erstmal gut ist, sei es dennoch ein Eingriff in die Natur. Deswegen sei es wichtig, auf die Art der Aufzucht zu achten. Das beinhalte die Verwendung von wenigen Pestiziden sowie die Vermeidung von Monokulturen. Heimische Gehölze haben kürzere Transportwege und seien somit besser für die Umwelt. „Man sieht es dem Baum jedoch nicht an“, erklärt Gawronski – weder die Art der Aufzucht noch die Herkunft. Deswegen seien Zertifizierungen hilfreich. Bei Bäumen gebe es das FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft. Außerdem gebe es Biosiegel wie „Bioland“ und „Naturland“. Diese werden für Lebensmittel als hochwertig eingeschätzt und zertifizieren auch Christbäume. „Eine Alternative wären einzelne, abgefallene und abgeschnittene Zweige.“ Diese könnten zusammengesteckt und geschmückt werden.</p><p>Auch die Kirchengemeinden kaufen nicht zwangsläufig neue Christbäume. „In vielen Gemeinden, in denen ich als Pastoralreferent tätig war, wurde nach Bäumen gefragt, die generell gefällt werden sollten“, erklärt Gawronski. „So wurden schöne große Bäume gefunden und gespendet.“</p><p>Christbäume seien nach Weihnachten vielseitig einsetzbar. „Äste können verwendet werden, um Pflanzen abzudecken. Verrottende Nadeln sind recht wertvoll für bestimmte Pflanzen.“ Außerdem könne der Stamm im Holzofen verbrannt werden. „Die Entsorgung ist das geringste Problem. Man muss nur gucken, dass man ihn gut abschmückt.“ Des Weiteren würden viele Kommunen die Bäume sammeln und der Kompostierung zuführen. Das könne man auch selbst im eigenen Garten machen.</p><p>Einige greifen auf Plastikbäume zurück, die mehrere Jahre verwendet werden können. Diese Alternative habe jedoch ebenfalls Schattenseiten, erklärt der Umweltbeauftragte. Es wird geschätzt, dass ein Kunststoffchristbaum zehn bis 20 Jahre verwendet werden müsste, um eine bessere Ökobilanz zu erzielen als ein natürlicher Christbaum. Eine so lange Haltbarkeit der künstlichen Bäume sei jedoch fraglich, erklärt Gawronski. „Es ist schwierig, das gegeneinander zu rechnen: Energie gegen Wasser gegen Ressourcen.“</p><p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" allow="autoplay" src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/1178797114&amp;color=%23f9b000&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=false&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_teaser=true"></iframe></p><div style="font-size: 10px; color: #cccccc;line-break: anywhere;word-break: normal;overflow: hidden;white-space: nowrap;text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif;font-weight: 100;"><a href="https://soundcloud.com/bistumwuerzburg" title="Bistum Würzburg" target="_blank" style="color: #cccccc; text-decoration: none;" rel="noreferrer">Bistum Würzburg</a> · <a href="https://soundcloud.com/bistumwuerzburg/nachhaltig-weihnachten-feiern" title="Nachhaltig Weihnachten feiern" target="_blank" style="color: #cccccc; text-decoration: none;" rel="noreferrer">Nachhaltig Weihnachten feiern</a></div><p>Nachhaltigkeit ist nicht nur bei Bäumen gefragt, sondern auch bei den Geschenken. Gawronski erklärt, dass „relativ viele Geschenke in Kisten und Mülleimern verschwinden“. Aus diesem Grund solle man gut überlegen: „Was verschenke ich und wem schenke ich etwas. Man muss von dem Gedanken abrücken: Hauptsache man hat was geschenkt, egal ob es der andere braucht oder schön findet.“ Er schlägt vor, einfach nachzufragen. Außerdem könne man „Sachen zum Verbrauchen oder Geschenke für gemeinsame Zeit schenken. Es gilt wie bei fast allem: Es ist gut, von allem ein bisschen weniger zu machen, und sich das dann besser zu überlegen.“</p><p>Meist wird jedes Geschenk einzeln eingepackt. Dementsprechend voll sind die Mülltonnen nach Weihnachten. „Auch bei Geschenkpapier gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Müll zu reduzieren.“ Gawronski und seine Frau nutzen beispielsweise Geschirrtücher, um die Geschenke zu verpacken. Denn das Auspacken soll im Vordergrund stehen und nicht die Verpackung. Außerdem könne man Papier nutzen, das schon da ist, wie Zeitungspapier oder schöne Kalenderblattseiten.</p><p>Genauso helfen beim Essen schon kleine Veränderungen, nicht nur an Weihnachten, sondern auch im Alltag. Gawronski schlägt beispielsweise vegetarisches Essen vor, da Fleisch einen hohen CO2-Fußabdruck hinterlässt. Wer auf den Braten am Heiligabend nicht verzichten kann, sollte das Fleisch lokal und von Biobauern kaufen. Denn auch über die Haltung der Tiere solle man sich Gedanken machen. „So gönnt man sich an Weihnachten etwas Gutes und auch der Schöpfung.“</p><p class="text-right"><em>kh (POW)</em></p><p>(5121/1249; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Umwelt</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-48023</guid><pubDate>Fri, 02 Jul 2021 14:22:16 +0200</pubDate><title>Den Erhalt der Schöpfung im Blick</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/den-erhalt-der-schoepfung-im-blick/</link><description>Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Domkapitular Stefan Gessner überreichen 18 kirchlichen Umweltauditor(inn)en die Zertifikate – Ökumenischer Gottesdienst zum Abschluss der Ausbildung</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg </strong>(POW) Zehn Männer und acht Frauen, mehrheitlich aus dem Bistum Würzburg sowie dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Ansbach-Würzburg, haben am Donnerstag, 1. Juli, den ökumenischen Intensiv-Ausbildungskurs zu kirchlichen Umweltauditor(inn)en EMAS/Grüner Gockel erfolgreich abgeschlossen.</p><p>Aus den Händen von Dompfarrer Domkapitular Stefan Gessner und Regionalbischöfin Gisela Bornowski nahmen bei einem Gottesdienst im Würzburger Neumünster die Zertifikate entgegen: Michael Blaß (BenedictPress Münsterschwarzach), Werner Elsesser (Martinushaus Aschaffenburg), Isabel Görner (Evangelisch-Lutherische&nbsp;Deutschhaus-Erlöserkirche Würzburg), Cornelia Grob (Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Beerbach), Hans-Ulrich Gruber (Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Mainleus-Schwarzach), Mona Hofmann (Exerzitienhaus Himmelspforten Würzburg), Petra Hönig (Evangelisch-Lutherische Deutschhaus-Erlöserkirche Würzburg), Horst Hübner (Evangelisch-Lutherische Friedenskirche Kulmbach), Thomas Kalke (Burkardushaus Würzburg), Ganna Kravchenko (Kongregation der Schwestern des Erlösers Würzburg), Regine Leuschner (Evangelisch-Lutherische Friedenskirche Kulmbach), Thomas Plauk (Evangelisch-Lutherische Apostelkirche Gerbrunn), Nicole Schröder-Rogalla (Evangelisch-Lutherische Passionskirche München), Georg Stirnweiß (Pfarrei Gerbrunn), Thomas Streun (Jugendhaus Sankt Kilian Miltenberg), Anja Thoma (Pfarrbüro Sankt Josef Würzburg-Grombühl), Konrad Waldmüller (Diözese Eichstätt) und Michael Zink (Haus Sankt Elisabeth Kitzingen).</p><p>Seit November 2020 hatten sich die Teilnehmer coronabedingt mehrheitlich digital unter der Leitung von Christina Mertens von der Arbeitsstelle „Klimacheck, Umweltmanagement, Grüner Gockel“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Christof Gawronski, Umweltbeauftragter des Bistums Würzburg, qualifiziert. Inhalte des Kurses waren unter anderem eine Einführung in EMAS (Eco Management and Audit Scheme) und Grüner Gockel, das Bewerten von Umweltauswirkungen, das Energiesparen in Einrichtungen und Gemeinden sowie die Vorbereitung der Umweltprüfung durch einen externen Gutachter. Domkapitular Gessner dankte bei der Begrüßung für dieses ehrenamtliche Engagement zum Erhalt der Schöpfung.</p><p>In ihrer Ansprache unterstrich Regionalbischöfin Bornowski, die Arbeit der kirchlichen Umweltauditor(inn)en sei ein wichtiger Beitrag zur Glaubwürdigkeit der Kirche. Wo von Gott als dem Schöpfer gesprochen werde, sei es auch unabdingbar, darauf zu achten, dass die Schöpfung nicht zerstört werde. Die Unwetter der vergangenen Tage hätten es deutlich gemacht, dass Zeit zum Handeln sei. „In meiner Kirche sind es im Durchschnitt drei Gemeinden pro Woche, die sich auf den Weg zu einem besseren Umweltmanagement machen“, sagte Bornowski.</p><p>Jeglicher kirchliche Einsatz für die Umwelt darf sich nach den Worten der Regionalbischöfin nicht auf die jeweilige Gemeinde beschränken. Vielmehr gelte es, Vorbild zu sein und auszustrahlen. „Wir müssen öfter an die anderen denken.“ So leiste die Kirche einen Beitrag zu den existentiellen Fragen der Welt. Wie es gelinge, die Schöpfung zu bewahren, sei eine davon. Für diese Aufgabe wünschte Bornowski den Frauen und Männern Gottes reichen Segen.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(37 Zeilen/2721/0642; E-Mail voraus)</p><p>Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet</p>]]></content:encoded><category>Würzburg</category><category>Umwelt</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-47616</guid><pubDate>Thu, 20 May 2021 15:57:26 +0200</pubDate><title>Hilde Helmwige und das Weltklima</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/hilde-helmwige-und-das-weltklima/</link><description>Neues Angebot der Jugend-Umweltstation KjG-Haus Schonungen – Im Escape-Room gemeinsam Rätsel lösen und etwas über klimafreundliches Verhalten lernen – Termine für Gruppen in den Pfingstferien</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) „Hilde Helmwige, die vier Geschwister hat, macht ihren Wocheneinkauf immer im Unverpacktladen, um möglichst viel Plastik einzusparen.“ Ratlos starre ich auf den Papierstreifen in meiner Hand. Wer bitte ist Hilde Helmwige? Und warum ist es wichtig, dass sie zum Einkauf ihre eigenen Dosen mitnimmt? „Alles hat etwas zu bedeuten“, sagt meine Kollegin Rebecca Hornung, Redakteurin in der Internetredaktion des Bistums. Gemeinsam probieren wir den neuen Escape-Room der Jugend-Umweltstation KjG-Haus Schonungen aus. Die Aufgabe lautet: „Hilfeschrei aus der Zukunft! Rettet das Orchester – Rettet das Klima!“ Das Projektteam hat dafür einen Raum im Kilianeum-Haus der Jugend in Würzburg zu einem „Orchesterprobenraum“ umgebaut. Überall sind Puzzleteile verstreut. Außerdem verschiedene Kästen und Körbe, ein Geigenkasten, alle mit kleinen Vorhängeschlössern gesichert. Kein Schlüssel weit und breit. Na super.</p><p>Gemeinsam Rätsel lösen und dabei spielerisch etwas über klimafreundliches Verhalten erfahren, das ist das Ziel des Escape-Rooms. Das Projektteam hat sich dazu eine Rahmenhandlung ausgedacht: Eine radikale Klimaaktivistin aus der Zukunft hat die 120 Mitglieder des Orchesters der Bayreuther Wagner-Festspiele entführt. Nun sind sie in einem Paralleluniversum gefangen. Die Aktivistin hat ihre Forderungen in Form von Rätseln versteckt. Werden die Forderungen nicht rechtzeitig gefunden, ist das Orchester für immer verloren. Rebecca und ich gehen im „Proberaum des Orchesters“ auf die Suche, die Medienhaus-Volontärinnen Anna-Lena Ils und Magdalena Rössert im „Büro der Festspielleitung“. Außer mir waren alle schon einmal in einem Escape-Room. „Ich gebe Euch eine Stunde 15 Minuten“, sagt Vera Bellenhaus, Leiterin der Jugend-Umweltstation, und schließt die Tür.</p><p>Das erste, was uns auffällt, sind quadratische Kärtchen, die über alle Tische verteilt sind. Auf der Vorderseite sind Ausschnitte aus einem Straßenplan aufgedruckt, auf der Rückseite stehen unter anderem Personenzahlen, Grammangaben und verschiedene Verkehrsmittel. Mit ein bisschen Tüfteln entsteht daraus ein großer Plan, der aussieht wie ein Verkehrs-Spielteppich. Und mit den Angaben auf der Rückseite können wir einen Lückentext ausfüllen, der uns verrät, welche Verkehrsmittel den geringsten CO2-Ausstoß haben. Aber nach der Hälfte der Zeit haben wir immer noch nicht herausgefunden, was es mit der Waage und den kleinen Beuteln auf sich hat, auf denen ein Rind, ein Ei und Brötchen aufgemalt sind. Und kein einziges Schloss geknackt. Dafür haben wir insgesamt sieben Papierstreifen mit Angaben zu Orchestermitgliedern gefunden. Nicht nur Hilde Helmwige ist sehr umweltbewusst. Der Klarinettist Albrecht Titurel etwa lebt vegan, um CO2-Emissionen einzusparen. Nach minutenlangem Studium des Orchesterplans, der an der Wand hängt, hat Rebecca im wahrsten Sinne des Wortes einen Lichtblick (der hier nicht verraten werden darf) und findet die zweite Forderung.</p><p>Seit Juni 2020 hat ein sechsköpfiges Team am Escape-Room getüftelt, erzählt Bellenhaus. Es ist eine Auftragsarbeit. Das Landratsamt Bayreuth habe für ein FöRLa-Projekt (Förderrichtlinie Landesentwicklung) jemand gesucht, der einen mobilen Escape-Room zum Thema Klimawandel erstellt. Bei diesem Programm sollen unter anderem nachhaltige, von den regionalen Partnern mitgetragene Projekte etabliert werden. „Wir haben uns beworben und den Zuschlag bekommen.“ Gefordert waren unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, beginnend ab der fünften Klasse. Der Auftraggeber sei letztlich auch die Inspiration für die Hintergrundgeschichte mit dem Bayreuther Orchester gewesen. Als Kooperationspartner konnte das Team den Lehrstuhl für Didaktik der Naturwissenschaften an der Universität Bamberg gewinnen. „Als es um die praktische Anwendung ging, sind wir mit dem Klimobil nach Bamberg gefahren“, erzählt Bellenhaus. Dr. Yelva Larsen und ihre Studenten hätten auch zwei der Rätsel entworfen. „Es ist ein spannendes Projekt und eine große Herausforderung“, sagt Bellenhaus. Der Escape-Room soll künftig auch in der Bildungsarbeit der Jugend-Umweltstation eingesetzt werden.</p><p>Ich wüsste gerne, wer die Rätsel ausgetüftelt hat, in denen die Zahlenkombinationen für die Schlösser versteckt sind. Seit Minuten tigern wir kreuz und quer und ohne Erleuchtung durch den Raum. In einer Ecke sitzt Kilian Fladung, der bei der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert. Wenn wir gar nicht mehr weiterkommen, kann er uns Tipps geben. „Gehört die Box auch dazu?“, fragt Rebecca und zeigt auf einen weißen Kasten mit roter Frontseite auf dem Fensterbrett. „Und das?“ In einer Ecke steht eine Palme, in der anderen liegt ein Haufen Müll. Mit Hilfe einer Plastikflasche und einigen anderen zusammengesammelten Dingen knacken wir endlich das Schloss am Geigenkasten. Für den letzten Lückentext müssen wir erst einmal einzelne Papierstreifen in der richtigen Reihenfolge aufkleben. Das Ergebnis sieht ziemlich unordentlich aus – Hauptsache fertig, denke ich. Rebecca entziffert derweil ein abstraktes Muster aus schwarzen und weißen Kästchen, das eine Schrift sein soll. Ein Kryptexx, wie ich später lerne. Alles in allem brauchen wir gut zehn Minuten länger als vorgesehen, haben aber tatsächlich alle Forderungen gefunden – und zwar an beiden Spielorten. Ein paar neue Dinge zum Klimaschutz habe ich dabei auch erfahren. Der erste Escape-Room bleibt bestimmt nicht der letzte.</p><p><strong><em>Escape-Room „Hilfeschrei aus der Zukunft“ in den Pfingstferien</em></strong></p><p>Wer Lust hat, den Escape-Room selbst auszuprobieren, kann das in den Pfingstferien tun. Die Jugend-Umweltstation KjG-Haus Schonungen bietet folgende Termine an: am Dienstag und Mittwoch, 25. und 26. Mai, im Jugendtreff Kom,ma in Schweinfurt sowie von Montag bis Donnerstag, 31. Mai bis 3. Juni, im Kilianeum-Haus der Jugend in Würzburg. Für Gruppen aus dem Landkreis Schweinfurt kann nach Absprache die Jugend-Umweltstation in Schonungen genutzt werden. Der Start ist jeweils um 9.30, 12 oder 15.30 Uhr möglich, die Dauer beträgt rund eineinhalb Stunden. Voraussetzung für das Angebot ist eine Sieben-Tages-Inzidenz vor Ort von unter 100. Das Mindestalter ist zwölf Jahre. Die Gruppengröße kann fünf bis maximal 14 Personen betragen. Die Teilnahme kostet pro Gruppe 20 Euro. Anmeldung mit Angabe von Kontaktdaten, Terminwunsch und Uhrzeit, Gruppengröße und Alterszusammenstellung bei der KjG, Telefon 0931/38663161, E-Mail info@kjg-haus.de.</p><p class="text-right"><em>Kerstin Schmeiser-Weiß (POW)</em></p><p>(2121/0494; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Reportagen</category><category>Umwelt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-47545</guid><pubDate>Fri, 14 May 2021 11:46:02 +0200</pubDate><title>Die Ärmsten und Verletzlichsten nicht vergessen</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/die-aermsten-und-verletzlichsten-nicht-vergessen/</link><description>Oberzeller Franziskanerinnen fordern größere Anstrengungen für eine klimagerechte Zukunft – „Die Fakten sind seit langer Zeit bekannt“</description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b>Kloster Oberzell/Hamburg/Berlin</b> (POW) Anlässlich des dritten Ökumenischen Kirchentags in Frankfurt am Main vom 13. bis 16. Mai fordern die Oberzeller Franziskanerinnen bundesweit gemeinsam mit mehr als 80 weiteren kirchlichen Organisationen im Sinne des Leitworts „schaut hin“ (Mk 6,38) Politikerinnen und Politiker auf, Klimaschutz zum Maßstab ihres Handelns in allen Sektoren zu machen. Zugleich unterstreicht der Aufruf die Unterstützung der Kirchen für mehr globale Klimagerechtigkeit sowie die Entschlossenheit, selbst einen wichtigen Beitrag zu leisten, heißt es in einer Mitteilung des Ordens.</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">„In weltweiter Verbundenheit und Solidarität mit den Ländern des Globalen Südens“ rufen die Oberzeller Schwestern gemeinsam mit Landeskirchen, (Erz-)Bistümern, Verbänden und Gemeinden auf, den Einsatz für eine klimagerechte Zukunft auch an den Bedürfnissen der ärmsten und verletzlichsten Bevölkerungsgruppen zu orientieren. Schwester Beate Krug, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Oberzeller Franziskanerinnen, glaubt daran, dass kirchliche Akteurinnen und Akteure eine Strahlkraft haben und gemeinsam viel erreichen können. Als Teil von „Churches for Future“ unterstützen die Schwestern die Forderungen der „Fridays for Future“-Bewegung. „Wir sehen die politischen Entscheidungsträger*innen in der Pflicht, die Weichen so zu stellen, dass die Auswirkungen des Klimawandels, die gerade in Ländern des Globalen Südens gravierend sind, nicht noch weiter zunehmen, und dass den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen wird. Die Fakten sind seit langer Zeit bekannt und genug Argumente ausgetauscht. Es geht darum, endlich vom Wissen ins Handeln zu kommen, um eine lebenswerte Zukunft für alle zu ermöglichen“, sagt Krug. </span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Dabei leisteten&nbsp;die Schwestern ihren eigenen Beitrag. Die Verantwortung für die Schöpfung nähmen sie zum Beispiel dadurch wahr, dass sie Ökostrom beziehen und sich das Ziel gesetzt haben, bis 2030&nbsp;klimaneutral zu sein. Ihr Bildungshaus Klara sei seit Anfang 2019 nach den Standards EMAS und EMASplus zertifiziert und Mitglied im Umweltpakt Bayern. Aktuell nimmt Krug mit dem Team „Oberzeller Franziskanerinnen“ bei den „Stadtradeln-Wochen – Radeln für ein gutes Klima!“ teil, das im Mai vom Fachbereich Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Würzburg organisiert wird.</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens hat Deutschland finanzielle Mittel für die ärmsten und von der Klimakrise am stärksten betroffenen Staaten zur Anpassung an den Klimawandel und zur Bewältigung von Klimaschäden zugesagt. Sabine Minninger, klimapolitische Referentin bei „Brot für die Welt“, erläutert: „Der Aufwuchs der Klimafinanzierung über die letzten Jahre verlief deutlich zu niedrig. Um die Länder vor den schlimmsten Folgen zu bewahren, erfordern Deutschlands Zusagen eine lineare Steigerung der jährlichen Haushaltsmittel auf acht Milliarden Euro ab 2025.“</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Die Grundlage für die erforderliche sozial-ökologische Transformation bildet die UN-Agenda 2030. „Die kleinen Fortschritte bei den Nachhaltigkeitszielen sind durch die Covid-19-Pandemie massiv gefährdet. Kooperationen und Partnerschaften Deutschlands mit anderen Staaten oder Regionen sollten stärker als bisher dem Klimaschutz, der sozial-ökologischen Transformation, den Menschenrechten und der globalen Gerechtigkeit dienen“, ergänzt Kathrin Schroeder, Referentin für Energiepolitik bei Misereor, dem katholischen Werk für Entwicklungszusammenarbeit.</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(2021/0473; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen:</u></i></b><i> Foto abrufbar im Internet </i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Würzburg</category><category>Umwelt</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46920</guid><pubDate>Thu, 18 Mar 2021 13:30:09 +0100</pubDate><title>„Churches for Future“ rufen zu Solidarität auf </title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/churches-for-future-rufen-zu-solidaritaet-auf/</link><description>Globaler Aktionstag #NoMoreEmptyPromises am 19. März </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kloster Oberzell/Würzburg </strong>(POW) Am Globalen Klimastreik und Aktionstag #NoMoreEmptyPromises am Freitag, 19. März, nehmen in Würzburg gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen von „Fridays for Future“ auch Frauen und Männer aus dem Bischöflichen Ordinariat Würzburg, Klöstern und kirchlichen Verbänden teil. Sie sind als „Churches for Future“ Teil des breiten Bündnisses, das die Forderungen von „Fridays for Future“ nach echter Klimagerechtigkeit und sofortigem und konsequentem Handeln der Politik unterstützt.</p><p>Bundesweit beteiligen sich Kirchengemeinden und kirchliche Initiativen mit verschiedenen Aktionen wie Andachten, dem Läuten von Kirchenglocken und musikalischen Beiträgen. Diese sind auf der Internetseite von <a href="https://www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de/churches-for-future/aktuelles" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">„Churches for Future“</a> zu finden. In Würzburg werden kirchliche Akteurinnen und Akteure aus dem Bischöflichen Ordinariat Würzburg, Klöstern und Verbänden an der Kundgebung um 13.15&nbsp;Uhr auf den Mainwiesen teilnehmen. „Weitere Mitstreiter*innen können sich gerne anschließen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Vorab, um 11.40 Uhr, laden die Oberzeller Franziskanerinnen in ihrer Klosterkirche Sankt Michael zu einem gemeinsamen Klimagebet ein.</p><p>Mitglieder des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit haben „Churches for Future“ initiiert, mehr als 80 Landeskirchen, kirchliche Einrichtungen, Dienste und Werke haben diesen Aufruf bereits unterzeichnet. Dort heißt es: „Seit vielen Jahren setzen auch die Kirchen sich für Klimagerechtigkeit ein, aber wir bekennen, dass auch wir noch zu wenig tun und nicht konsequent genug sind in der Umsetzung unserer eigenen Forderungen. Wir beziehen daher den Ruf der jungen Menschen zur Umkehr auf uns und nehmen ihn ernst. Er erinnert uns an Kernaussagen des christlichen Glaubens zur Bewahrung der Schöpfung und zur Solidarität mit unseren Nächsten.“</p><p>Unter dem Motto „Wir sind viele und können Veränderung – Kirchen und Klimagerechtigkeit“ haben die Unterzeichner von „Churches for Future“ ein <a href="https://www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de/churches-for-future/aktuelles" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Video</a>&nbsp;zur Mobilisierung produziert und laden gemeinsam mit den „Christians for Future“ alle Christinnen und Christen ein, selbstkritisch zu sein, sich für Klimagerechtigkeit einzusetzen und die Anliegen des Klimastreiks aktiv und laut zu unterstützen.</p><p>Mit diesen Aktionen werde der Blick auch schon auf die kommende Bundestagswahl gerichtet. Von Parteien und politischen Akteuren werde erwartet, Klimagerechtigkeit in den Fokus der Wahlprogramme, des Wahlkampfes und des Handelns zu stellen und die Dringlichkeit zur Umkehr aufzuzeigen.</p><p>„Die Fakten sind seit langer Zeit bekannt und genug Argumente ausgetauscht. Es geht darum, endlich vom Wissen ins Handeln zu kommen, um eine lebenswerte Zukunft für alle zu ermöglichen“, sagt Schwester Beate Krug, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Oberzeller Franziskanerinnen. In Franken sei der Klimawandel durch zunehmende Trockenheit spürbar. In vielen anderen Ländern, vor allem des globalen Südens, litten Menschen und Mitgeschöpfe extrem an den Auswirkungen wie Dürre, Überschwemmungen, Hurrikans. Ihnen werde oft die Lebensgrundlage genommen. „Es sind dringend politische Weichenstellungen nötig, um einen sozial-ökologischen Wandel zu schaffen und globale Klimaneutralität zu erreichen. Darüber hinaus kann jede*r Einzelne – einschließlich Kirchen und kirchlicher Einrichtungen – bei sich selbst beginnen und das tun, was im eigenen Bereich möglich ist“, betont die Ordensfrau.</p><p>Nach den Worten von Christof Gawronski, Umweltbeauftragter der Diözese Würzburg, setzen sich im Bistum Würzburg viele Gemeinden und Einrichtungen für Umwelt- und Klimaschutz ein und nehmen ihre Schöpfungsverantwortung wahr. „Beim Klimaschutzaktionstag am 19. März werden sicher wieder einige davon bei den angekündigten Kundgebungen in Würzburg, Aschaffenburg und Bischofsheim vertreten sein oder sogar durch eigene Aktionen den Ruf nach Klimagerechtigkeit von ‚Fridays for Future‘ unterstützen.“ Für viele dieser Initiativen sei die Frage nach einer weltweiten Gerechtigkeit – sowohl ökologisch als auch sozial – die entscheidende Motivation. „Auch Papst Franziskus beschreibt diesen Zusammenhang ausführlich in seiner Enzyklika Laudato si' und steht deswegen an der Seite aller, die sich für ,Klimagerechtigkeit – jetzt!‘ einsetzen“, sagt Gawronski.</p><p>(1221/0282; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Umwelt</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46575</guid><pubDate>Tue, 16 Feb 2021 12:05:47 +0100</pubDate><title>„Mit Vollgas in die Klimakrise?!“</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/mit-vollgas-in-die-klimakrise/</link><description>CO2-Fastenaktion 2021 gibt Impulse und Tipps zum Mobilitätsverhalten – Jede Woche eine neue Fastenaufgabe – Gottesdienst zum Auftakt</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Zum CO2-Fasten laden die Kirchliche Jugendarbeit (kja) und die Jugendverbände der Diözese Würzburg ein. Unter dem Motto „Mit Vollgas in die Klimakrise?!“ gibt es Impulse und Tipps, wie im Alltag und auf Reisen die Mobilität CO2-sparend gestaltet werden kann. Der Fastenkalender und die digitalen Inhalte auf den Social-Media-Kanälen bieten Informationen, Gebete und eine Fastenaufgabe pro Woche. Den Auftakt bildet am Aschermittwoch, 17. Februar, um 18 Uhr ein Gottesdienst in der Jugendkirche Würzburg, der auch übertragen wird. „Die CO2-Fastenaktion hat das Ziel, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch das jeweilige Jahresthema für globale Zusammenhänge und Klimaschutz zu sensibilisieren“, heißt es auf der Website der kja.</p><p>Alle zwei Jahre steht die Fastenaktion unter einem neuen Überthema, erklärt Jugendbildungsreferent Dominik Großmann. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf der Mobilität. Jede Fastenwoche ist untergliedert in spezifische Themen. „Mobil sein“, „Es geht auch anders!“, „Einfluss nehmen“, „initiativ werden“, „auf Reisen gehen“ und „mal was anders machen“, sind die diesjährigen Themen. Zu jedem gibt es zunächst Hintergrundinformationen. Es wird zum Beispiel der CO2-Ausstoß der verschiedenen Fortbewegungsmittel erklärt, Alternativen zu herkömmlichen Fortbewegungsmitteln genannt und gesellschaftliche Aspekte aufgegriffen. Passend zu jedem Thema gibt es einen Impuls und abschließend eine Fastenaufgabe. Die erste Aufgabe ist zum Beispiel, ein Fahrtenbuch mit Verkehrsmittel und Zeitaufwand zu führen. Eine weitere lautet: „Betrachte deine geplanten Reisen dieses Jahr. An welcher Stelle kannst du deine geplante Reise klimafreundlicher gestalten?“</p><p>„Durch die Impulse und das Nachdenken über das eigene Mobilitätsverhalten, aber auch das der eigenen Jugendgruppe und im Verband können wieder viele kleine Schritte hin zu einer nachhaltigeren Welt gemacht werden“, schreibt Jennifer Wolpensinger, Vorsitzende des Bezirksjugendrings Unterfranken, im Vorwort des Kalenders. Außerdem laden die Social-Media-Kanäle zum Austausch und zur gegenseitigen Inspiration ein, erklärt Großmann. Das sei in diesem Jahr, in dem der direkte Austausch durch die Corona-Maßnahmen eingeschränkt ist, besonders wertvoll. Die CO2-Fastenaktion wird seit 2008 von der Kirchlichen Jugendarbeit, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) und der Jugendumweltstation KjG-Haus Schonungen in der Diözese Würzburg veranstaltet.</p><p>Inhalte zur CO2-Fastenaktion gibt es auf Facebook&nbsp;unter @bdkj.wuerzburg, Instagram unter&nbsp;@bdkj_wuerzburg&nbsp;und im <a href="http://www.kja-wuerzburg.de/veranstaltungen/co2-fastenaktion/" target="_blank" class="external-link">Internet</a>. Der Livestream zum Gottesdienst am Aschermittwoch, 17. Februar, ist unter <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GQQ-Jki_PBI&amp;feature=youtu.be" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.youtube.com/watch?v=GQQ-Jki_PBI&amp;feature=youtu.be</a> zu finden.</p><p class="text-right"><em>mar (POW)</em></p><p class="text-right">(0721/0174; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Würzburg</category><category>Umwelt</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46005</guid><pubDate>Thu, 26 Nov 2020 15:12:00 +0100</pubDate><title>Viel Umweltnutzen mit wenig Aufwand</title><link>https://umwelt.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/viel-umweltnutzen-mit-wenig-aufwand-1/</link><description>Bistum Würzburg stellt Zwischenergebnis beim Projekt „LIMIT 25“ vor – Zusammenarbeit mit dem Institut für Energietechnik</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong>&nbsp;(POW) Mit vergleichsweise wenig finanziellem Aufwand ließe sich im Bistum Würzburg die Entsprechung von einer Million Litern Heizöl an Energie in kirchlichen Gebäuden einsparen. Außerdem bedeute das eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 3400 Tonnen pro Jahr sowie eine Einsparung bei den Energiekosten von 1,15 Millionen Euro. Das ist das Zwischenergebnis des Projekts „LIMIT 25“. Professor Doktoringenieur Markus Brautsch und Diplom-Ingenieur Maximilian Conrad vom Institut für Energietechnik (IfE) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden präsentierten die Erkenntnisse am Freitag, 20. November, im Rahmen einer Onlinekonferenz Verantwortlichen aus dem Bischöflichen Ordinariat Würzburg und Mitgliedern von Kirchenverwaltungen aus der gesamten Diözese. Den Auftakt zu dem durch das Bayerische Wirtschaftsministerium geförderten Projekt hatte Bischof Dr.&nbsp;Franz Jung im März 2019 gegeben.</p><p>Insgesamt 270 kirchliche Gebäude, darunter neben Kirchen, Pfarrhäusern, Pfarrheimen und Kindergärten auch sonstige Gebäude, wurden für die Studie erfasst. Dank der Unterstützung der jeweiligen Kirchenverwaltungen erhielten Brautsch und Conrad Angaben zu Gebäudegrößen, den eingebauten Heizungen und den Energierechnungen der vergangenen drei Jahre. Die oben genannten Einsparpotenziale sind Hochrechnungen, basierend auf den erfassten Gebäuden.</p><p>Mit den Detailangaben durch die Kirchenverwaltungen erstellte das IfE für jedes einzelne Gebäude Steckbriefe, anhand derer die Gebäude gleicher Kategorie im Blick auf den Energiebedarf und die CO2-Bilanz genau verglichen werden können. Darin enthalten sind zudem konkrete Vorschläge, wie der Energieverbrauch gesenkt und somit auch Energiekosten eingespart werden können. Außerdem arbeiteten die Wissenschaftler zehn Projekte detailliert aus. So untersuchten sie unter anderem in Hammelburg Einsparmaßnahmen für Pfarrhaus, Pfarrzentrum und Kirche, prüften im Jugendhaus Sankt Kilian in Miltenberg den Aufbau eines Wärmeverbunds und schauten in Mürsbach, welche Energieversorgungsvarianten für das Pfarrhaus ökologisch und wirtschaftlich sind. „Eine Detailanalyse ist immer nur durch Vor-Ort-Begehung möglich“, betonte Brautsch.</p><p>Einige Schwachstellen fanden sich bei fast allen Gebäuden: So fehle es oft an einer optimierten Steuerung für die Heizung, insbesondere in Kirchen. Zudem seien die Gotteshäuser oft in den Zeiten ohne Nutzung zu warm. Viel Sparpotenzial gebe es beim Austausch von Leuchtmitteln mit langer Brenndauer gegen moderne LED-Leuchtmittel, ebenso beim Ersatz alter Heizungspumpen und Heizungen durch moderne Systeme. Zudem empfehlen die Experten des IfE zu prüfen, ob bei Kindergärten und Pfarrhäusern die Möglichkeit einer Stromeigennutzung beispielsweise durch Photovoltaik besteht. Auch sei der Aufbau einer Wärmeverbundlösung bei Gebäuden in räumlicher Nähe empfehlenswert.</p><p>Die teilnehmenden Kirchenstiftungen erhalten in den kommenden Wochen die ausgearbeiteten Gebäudesteckbriefe mit Empfehlungen. Unterstützung bei den Überlegungen, was davon durch die Kirchenstiftungen umgesetzt werden kann, sagten Katja Mark-Engert, Leiterin der Abteilung Liegenschaften und Bau, sowie Christof Gawronski, Umweltbeauftragter der Diözese, zu. Durch die Regelungen des Baumoratoriums und der Haushaltssperre der Diözese sei besonders auf nicht- und geringinvestive Maßnahmen mit hohem Einsparpotenzial zu schauen. Brautsch befürwortete diese Vorgehensweise: „Bei nicht dauerhaft beheizten Gebäuden mit großem Volumen wie Kirchen und Pfarrheimen gibt es hier viel Potenzial, während andererseits größere Maßnahmen deutlich mehr Investitionen benötigen als etwa in einem Einfamilienhaus.“</p>]]></content:encoded><category>Fachstelle Schöpfungsverantwortung und Klimaschutz</category></item></channel></rss>